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„Für eine Welt ohne Lepra“ – Weltlepratag am 30. Januar 2011

Wenn Leprabakterien Nerven zerstören,  entstehen aus kleinsten Verletzungen oftmals chronische Entzündungen. Manchmal hilft nur eine Amputation. Neben Aufklärung und Behandlung, z.B. der Wundversorgung, stehen Maßnahmen zur Rehabilitation im Fokus der DAHW-Programme.   aufgenommen im DAHW-Hospital Buluba / Uganda © Thomas Einberger / DAHW

Wenn Leprabakterien Nerven zerstören, entstehen aus kleinsten Verletzungen oftmals chronische Entzündungen. Manchmal hilft nur eine Amputation. Neben Aufklärung und Behandlung, z.B. der Wundversorgung, stehen Maßnahmen zur Rehabilitation im Fokus der DAHW-Programme. aufgenommen im DAHW-Hospital Buluba / Uganda © Thomas Einberger / DAHW

Guten Tag, Braunfels! (15.01.2011, PM) Landrat Wolfgang Schuster unterstützt Spendenaufruf der DAHW-Präsidentin Gudrun Freifrau von Wiedersperg zum Welt-Lepra-Tag am 30. Januar 2011.

Auch im Jahr 2011 werden voraussichtlich mehr als zweihunderttausend Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern an Lepra erkranken – eine Krankheit, von der viele Menschen in Deutschland glauben, sie sei längst besiegt. Die Statistiken der vergangenen Jahre scheinen diesen Eindruck zu bestätigen und in der Tat ist die Lepra-Arbeit eine Erfolgsgeschichte zum Wohle der Menschheit.

Noch vor 50 Jahren hatten mehr als zehn Millionen Menschen Lepra, jedes Jahr erkrankten mehr als eine Million neu daran. Für die meisten Betroffenen in den Entwicklungsländern war dies so gut wie eine Verdammung: Sie wurden von ihren eigenen Familien ausgestoßen. Zudem waren sie angewiesen auf Medikamente, die sie lebenslang einnehmen mussten. Erst die Entwicklung einer neuen Kombination von Medikamenten und der Aufbau von flächendeckenden Kontrollprogrammen zur Diagnose und Behandlung brachte die Wende und führte dazu, dass die Leprazahlen von heute deutlich unter denen von vor 50 Jahren liegen.

An dieser Entwicklung waren die Leprahilfswerke, also auch die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (vormals Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk – DAHW e. V.), federführend beteiligt. Doch trotz dieser außerordentlich großen Erfolge muss diese Arbeit weiter fortgeführt, ja sogar noch ausgebaut werden. Dafür gibt es drei wichtige Gründe:

● Lepra ist eine Krankheit der Ärmsten. Sie trifft Menschen, die sich oft aus Unkenntnis und Angst nicht trauen, medizinische Hilfe zu suchen.

● Der Erreger ist äußerst hartnäckig und kann in einem infizierten Menschen lange überleben, bevor die Krankheit ausbricht und die Infektion damit erkannt wird. Deshalb ist es wichtig, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsdienste in Diagnose und Behandlung der Krankheit auszubilden. Je früher erkannt und behandelt, desto weniger sichtbare Spuren.

● Der wichtigste Grund aber sind die Menschen selbst: Menschen, die Lepra haben oder durch die Erkrankung eines nahen Angehörigen direkt betroffen sind.

Rund vier Millionen Menschen weltweit leben mit Behinderungen aufgrund von Lepra. Die Krankheit selbst wurde zwar geheilt, aber die typischen Verstümmelungen an Armen und Beinen sind ein Stigma. Diese Menschen leiden daher oft unter Diskriminierungen aufgrund alter Vorurteile.

Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. bittet zum diesjährigen Welt-Lepra-Tag am 30. Januar 2011 in diesem deutschlandweiten Spendenaufruf um Unterstützung im Kampf gegen Lepra (der letzte Sonntag im Januar wird – in Gedenken an den Todestag von Mahatma Gandhi – als Welt-Lepra-Tag begangen).

„Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. – als medizinisches und soziales Hilfswerk – ist zur Durchführung seiner Arbeit zu einem ganz erheblichen Teil auf Spenden angewiesen“, so Landrat Wolfgang Schuster. Er bittet daher auf diesem Wege die Bürgerinnen und Bürger im Lahn-Dill-Kreis, die Aktion zum Welt-Lepra-Tag durch Spenden zu unterstützen. Spendenkonto der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V.: Konto-Nr. 9696, BLZ 790 500 00 bei der Sparkasse Mainfranken. Spenden ermöglichen und unterstützen den Beitrag des Hilfswerks zur Armutsbekämpfung im Zusammenhang mit der Lepraarbeit in den Bereichen Medizinische Hilfe und Gesundheitsaufklärung; soziale und wirtschaftliche Rehabilitation; Vorbeugen von Behinderungen; Ausbildung von Kindern und Jugendlichen; Betreuung von alten und behinderten Menschen.

Wer mehr über diese Arbeit erfahren möchte, kann sich direkt an die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. wenden: Mariannhillstraße 1 c, 97074 Würzburg, Tel. 0931 7948-0, E-Mail: info@dahw.de oder findet weitere Informationen im Internet unter www.dahw.de.

Beitrag von an Samstag, 15. Januar 2011, 08:12:02. Gespeichert unter Foto-Galerie,LDK. Sie können alle Kommentare zu diesem Beitrag verfolgen RSS 2.0. Sie können einen Kommentar oder eine Verlinkung hinterlassen

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