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Ausstellung des Geschichtsvereins und Preisrätsel

Rätsel: Wo steht dieser Teil der Weilburger Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert? Foto: privat

Rätsel: Wo steht dieser Teil der Weilburger Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert? Foto: privat

Guten Tag, Weilburg! (16.05.2011, KS) Noch bis zum 20. Mai haben Sie die Chance, beim Geschichtsverein 100, 75 oder 50 Euro zu gewinnen. Sie müssen einzig Weilburg ein bisschen kennen und wissen, wo sich dieses Stück der alten Weilburger Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert befindet. Sie kennen die Lösung? Dann können Sie sich am Preisrätsel beteiligen und Ihre Lösung auf ein Teilnahmeformular schreiben und in der Kreissparkasse Weilburg in die dort bereitgestellt Box werfen. Oder aber Sie senden eine eMail an redaktion@weilburger-nachrichten.de mit der Lösung, Ihrem Namen, der Straße und dem Wohnort und Ihrer Telefonnummer. Wenn die eMail rechtzeitig eingeht, sorgen wir dafür, dass Ihre Lösung mit in die Box hineinkommt.

Selten ist eine so interessante und lehrreiche Ausstellung in der KSK-Hauptstelle am Odersbacher Weg zu sehen. “Mauern, Tore, Türme der Stadt Weilburg an der Lahn” haben die Initiatoren die Ausstellung genannt und zeigen das alte und moderne Weilburg in Fotos und alten Stichen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Zeit von Graf Johann I. Der Zeit zwischen König Konrad I. (mit ihm wird es eine Veranstaltung im September geben) und Johann Ernst (das Jubíläum wird 2014 gefeiert), der die Stadt gravierend umgestaltet hat und dabei leider einiges zerstörte.

Professor Gisbert Backhaus eröffnet die Ausstellung

Professor Gisbert Backhaus eröffnet die Ausstellung

Johann I. gilt als der Begründer der Linie Nassau-Weilburg. In erster Ehe gewann er Merenberg und Wetzlar zu seinen Besitztümern hinzu, durch seine zweite Ehe auch Saarbrücken. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Doppeltor der Vorstadt, von dem lange geglaubt wurde, es sei vollständig untergegangen. Die unermüdlichen Forschungen des Geschichtsvereins haben die Mitglieder aber auch in einen Keller eines Hauses in der Vorstadt geführt, in dem es Hinweise darauf gibt, dass es sich hier um die Fundamente des mächtigen Stadttores gehandelt haben. Das ist die eigentliche Sensation der Ausstellung.

Staunend erfuhren die Besucher der Ausstellungseröffnung auch von Professor Backhaus, dass wahrscheinlich der Mauerrest, der von der Lahnseite des Schlosses gut in einer Ecke zu erkennen ist, Teil der ursprünglichen, konradinischen Burg gewesen sind.

Blick in den Keller eines Hauses in der Vorstadt

Blick in den Keller eines Hauses in der Vorstadt

Was jetzt eigentlich nur noch zum Weilburger Glanz fehlt, ist der archäologische Beweis, dass auch die Römer in Weilburg ansässig waren. Auch wenn es dafür keine schriftlichen Belege gibt, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass römische Besatzer die strategisch günstige Lage des heutigen Schlossberges der Weilburger Altstadt erkannten und dort zumindest ein Militärlager errichteten. Doch wie die Entdeckung im Keller eines Hauses der Vorstadt und die Mauerreste am Schloss zeigen, haben wir noch genug damit zu tun, das mittelalterliche Weilburg zu erforschen.

Von dem mächtigen Doppeltor in der Vorstadt, das sei noch zum Schluss erwähnt, haben wir nur Beschreibungen. Dieter Boger ist es zu verdanken, dass aus der Überlieferung ein Bild wurde. Auch diese detaillierte Zeichnung ist in der Ausstellung zu sehen.

Das Preisrätsel fragt nach einem Rest der Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert, die von Johann I. errichtet wurde. Die mittelalterliche Stadtmauer wurde aus verschiedenen Gesteinsarten, die wir immer wieder in Weilburg finden, gebaut. Diabas stammt aus Weilburg, Basalt und Schalstein wurde aus der Umgebung herbeigeschafft. Heute ist die Mauer mit Efeu und den Blättern eines Bergahorns eingegrünt. Dadurch fällt die Mauer bei Spaziergängen kaum auf.

Beitrag von an Montag, 16. Mai 2011, 07:20:31. Gespeichert unter Ausstellungen,Foto-Galerie,Weilburg. Sie können alle Kommentare zu diesem Beitrag verfolgen RSS 2.0. Sie können einen Kommentar oder eine Verlinkung hinterlassen

Eine Antwort auf Ausstellung des Geschichtsvereins und Preisrätsel

  1. Pingback: Braucht die Schlosskirche einen vierten Zugang? | Weilburger Nachrichten

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