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“Begreifen” ist bei den Tonkriegern in Weilburg ausdrücklich erlaubt!

Das Team der Terrakotta-Armee mit dem Modell der Grabanlage: (v.l.)  Viktor Peters, Shuo Wang, Karin Niemeier, Annette Münnich, Dr. Iris Hasselberg, Karina Pausch-Lutz, Ann-Katrin Schild, Carin Ahrens, Davide Fungesi Nicht auf dem Bild: Volker Stevens, Cassian Cassens, Foto: privat

Das Team der Terrakotta-Armee mit dem Modell der Grabanlage: (v.l.) Viktor Peters, Shuo Wang, Karin Niemeier, Annette Münnich, Dr. Iris Hasselberg, Karina Pausch-Lutz, Ann-Katrin Schild, Carin Ahrens, Davide Fungesi Nicht auf dem Bild: Volker Stevens, Cassian Cassens, Foto: privat

Guten Tag, Weilburg! (20.08.2011, PM) Mit einem Modell der Grabanlage von Qin Shi Huangdi, dem Ersten Kaiser von China, erweitert die Terrakotta-Armee-Ausstellung in Weilburg ihre Schausammlung. Masstäblich dargestellt wird ein Gebiet von etwa 16 Quadratkilometern, das neben dem Bereich der Tonkrieger-Gruben auch die von zwei Mauerringen eingeschlossene Grabpyramide umfasst. So können sich die Besucher ein Bild von der Gesamtsituation und der Geländegestalt am Fuße des Berges Li machen. Bemerkenswert ist beispielsweise die deutliche Nord-Südausrichtung des Grabbezirkes.

In einem vergrösserten Ausschnitt sind die Tonkrieger-Gruben detailgetreu dargestellt. So wird u.a. der Aufbau der Abdeckung der Gruben durch Holzbalken, Matten, gestampften Lehm und Erde sichtbar.

Eine Besonderheit des Modells ist die plastische Ausführung, die ein „Begreifen“ im ursprünglichen Wortsinn ermöglicht. Gruben sind auch hier als Vertiefungen und Mauern sowie die Grabpyramide als entsprechende Erhebungen dargestellt. So können sich zum Beispiel auch Blinde einen Eindruck von der Gesamtanlage verschaffen. Denn Anfassen ist hier erlaubt.

Das Modell der Grabanlage wurde von Davide Fugensi, wissenschaftlicher Berater der Terrakotta-Armee-Ausstellung, anhand veröffentlichter Grabungsunterlagen entworfen und angefertigt. Es ist Teil eines museumsdidaktischen Konzeptes zur Erweiterung der Präsentation. „Nächste Themen werden die Bewaffnung der Krieger, die Herstellung der Tonfiguren, sowie die Rekonstruktion der Farbigkeit sein“, so Ausstellungsleiter Viktor Peters.

Qin Shi Huangdi regierte von 221 bis 207 v. Chr. und ist als erster chinesischer Kaiser in die Geschichte eingegangen. Die Tonkrieger-Gruben wurden 1974 beim Anlegen eines Brunnens entdeckt. Nach mehrjährigen Grabungskampagnen wurden in den letzten Jahren nur wenige archäologische Untersuchungen vorgenommen. So ist die Grabkammer des Kaisers im Inneren der Pyramide noch ungeöffnet.

Die Terrakotta-Armee-Ausstellung in Weilburg ist die größte Dauerausstellung außerhalb Chinas, die sich anhand von originalgetreuen Reproduktionen mit diesem Thema beschäftigt. Die Ausstellungshalle ist bis Ende November täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Beitrag von an Samstag, 20. August 2011, 08:39:37. Gespeichert unter Ausstellungen,Foto-Galerie,Neues,Weilburg. Sie können alle Kommentare zu diesem Beitrag verfolgen RSS 2.0. Sie können einen Kommentar oder eine Verlinkung hinterlassen

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