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Die Redaktion hat Schwein – und das kommt aus Weilburg

Wachsen alle Schweine so artgerecht auf? Diese Fragen beantwortet die Redaktion in den nächsten Monaten, Foto: uschi dreiucker  / pixelio.de

Wachsen alle Schweine so artgerecht auf? Diese Fragen beantwortet die Redaktion in den nächsten Monaten, Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Guten Tag, Weilburg! (26. 11. 2011, KS) “Schweinehälfte, circa 40 kg, grob zerlegt, für nur 1,19 Euro das Kilo.” So stand es vor gar nicht allzu langer Zeit im Prospekt eines Supermarktes in der näheren Umgebung. “Unser Schweinefleisch ist mit dem ‘QS’-Siegel ausgezeichnet, das Ihnen eine umfassende Dokumentation über den Produktionsweg liefert.” Auch das ist in dem Prospekt zu lesen. Das Unternehmen wirbt mit “Der Meistermetzger” und einer Unterschrift und suggeriert damit handwerkliche Qualität von “… feinen Fleisch- und Wurstwaren”. Doch was steckt dahinter? Was erwartet den Verbraucher, wenn er eine Schweinehälfte aus dem Sonderangebot kauft? Warum ist das Schweinefleisch beim Metzger um die Ecke oder gar im Bioladen um ein Vielfaches teurer? Und wie wird unser Schweinefleisch produziert?

Die Redaktion will es genau wissen: Was passiert in der Massenschweinehaltung? Wie wächst ein Bioschwein auf? Was könnten wir tun, wo wir doch daran interessiert sind, einen möglichst hohen Gegenwert für unser hart erarbeitetes Geld zu bekommen? Ist es Masse? Ist es Qualität? Merken wir überhaupt einen Unterschied? Warum kostet der Schweinenackenbraten im Supermarkt 3,49 Euro das Kilo und im Bioladen 21,99, fast das Sechsfache? Stellt uns das Sonderangebot von 1,19 Euro pro Kilogramm vor eine ethische Frage? Dürfen wir überhaupt noch Fleisch aus der Massentierhaltung verzehren?

Alle diese Fragen werden wir Ihnen und uns in den nächsten Wochen und Monaten beantworten. Und weil wir es ganz genau wissen wollen, werden wir uns kurzerhand ein Redaktionsschwein anschaffen. Das Redaktionsschwein wird in der nächsten Woche beim Bauer Reiner Kopp in Weilburg-Kubach gezeugt. Wir werden es in den nächsten Monaten begleiten. Durch regelmäßige Beiträge, in denen die Redaktion die vielen Aspekte der Schlachttierhaltung in Deutschland von verschiedenen Seiten beleuchten wird.

Reiner Kopp aus Weilburg-Kubach übrigens ist ein kleiner Zuchtbetrieb, der hauptsächlich für drei Landwirte die Ferkel produziert. Davon ist einer in Weilburg, einer in Steinbach und einer in Schweich bei Trier. Wir sind gespannt, wo unser Redaktionsschwein schließlich aufwachsen wird.

Nun ist so ein Schwein für eine Redaktion nur schwer zu stemmen. Das gilt nicht nur für das Gewicht, bei dem auch ein professioneller Gewichtheber seine Schwierigkeiten haben dürfte. Sondern auch für die Zweckbestimmung, nämlich den Verzehr. Und dann noch der finanzielle Aufwand und das Schreiben der vierzehntägigen Berichte. Drei Redaktionen haben sich deshalb zusammengetan, um den Aufwand auf viele Schultern zu verteilen:

www.mittelhessenblog.de Chris­toph Georg Baron von Gallera (so steht es korrekt im Impressum) ist gelernter Landwirt und Journalist. Von Biebertal aus macht er freien Journalismus aus Mittelhessen und ist Herausgeber des mittelhessenblog.de. Gemeinsam mit Redakteuren aus fast allen Landkreisen in Mittelhessen fasst er auch schon einmal politisch schwierige Themen an. Dazu gehörte auch der angebliche Neonaziskandal rund um die Keltensiedlung Glauberg, wo er mit der Berichterstattung bundesweite Resonanz erhielt.

www.solinger-bote.de Carsten Stoffel ist Redakteur beim solinger-bote.de, der es in noch nicht einmal einem Jahr geschafft hat, seinen festen Platz in der Solinger Medienlandschaft zu etablieren. “Meinung braucht Vielfalt an Informationen” heißt es in der Vorstellung. Neben allgemeinen Themen steht im Solinger Boten die kommunale Politik im Vordergrund. Unabhängigkeit von Verlegern, Herausgebern und Anzeigenkunden sichern dem solinger-bote.de einen kritischen Journalismus im Bergischen Land.

www.weilburger-nachrichten.de Auch die Weilburger Nachrichten, herausgegeben von Karl-Josef Schäfer, sind im dritten Jahr des Bestehens aus der alten nassauischen Residenzstadt nicht mehr wegzudenken. Das “Guten Tag, Weilburg!” zu Beginn eines jeden Beitrags wurde schnell zum festen Begriff. “Manchmal kritisch – aber immer für Weilburg” ist der Untertitel der Internetzeitung, die sich an circa 13.000 WeilburgerInnen richtet.

Viele Gemeinsamkeiten haben die drei Redaktionen. Deshalb dürfen Sie sich auf spannende Berichte und Beiträge über das Redaktionsschwein freuen. Die drei Redaktionen werden nicht nur über Schweinezucht mit all ihren Facetten berichten, sondern auch die Diskussionen unter den Redakteuren. Denn ganz so einfach, wie es dargestellt wird, ist so ein “Redaktionsschwein” mit Zweckbestimmung “Ofen” nicht. Schon im Vorfeld gab es sachliche, pragmatische und auch emotionale Diskussionen, die immer noch andauern.

Wir laden Sie ein, unser Redaktionsschwein in den kommenden Monaten zu begleiten. Gerne auch öffentlich über die Kommentarfunktion. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und gehen gerne auf Ihre Fragen ein.

Diskutieren Sie mit, kommentieren Sie unsere Reportage, stellen Sie uns Fragen:

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Beitrag von an Samstag, 26. November 2011, 09:59:25. Gespeichert unter Foto-Galerie,Neues,Redaktionsschwein,Weilburg. Sie können alle Kommentare zu diesem Beitrag verfolgen RSS 2.0. Kommentare sind derzeit geschlossen, Sie können aber eine Verlinkung von Ihrer eigenen Seite setzen.

3 Antworten auf Die Redaktion hat Schwein – und das kommt aus Weilburg

  1. Bianca Witt

    Sonntag, 27. November 2011, 12:40:51 an 12:40

  2. Thomas Meier

    Montag, 28. November 2011, 17:16:00 an 17:16

  3. Pingback: Wo kommt das Weilburger Redaktionsschwein her? | Weilburger Nachrichten