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So sieht das Plakat aus, mit dem Weilburger Akteure ihr Interesse an der Teilnahme signalisieren (Ausschnitt)
Guten Tag, Weilburg! (02.02.2012/MK) Am kommenden Mittwoch, dem 8. Februar, wird ab 17:15 Uhr in der Aula des Komödienbaus in der Mauerstraße (über dem Restaurant „Tommys“ ein sehr ambitioniertes Projekt vorgestellt: Das Forum Weilburg will in Zusammenarbeit mit der Stadt, den Weilburger Einzelhändlern, den Schulen und einer beeindruckenden Zahl bildender Künstler die Weilburger Straßen der Kunst ins Leben rufen.
Dieses Projekt sieht vor, dass faktisch die ganze Stadt eine große Galerie sein wird. Bilder und andere Exponate sollen in Fenstern, Schaufenstern, Cafés und Restaurants ausgestellt werden, und das über längere Zeiträume. Damit wird, so der Sprecher des Forums Weilburg und Initiator Werner Röhrig, die Stadt zur Flaniermeile, nicht nur für die WeilburgerInnen selbst, sondern auch für BesucherInnen der Residenzstadt.
Netzwerk „Künste“
In diesem Zusammenhang entsteht in Weilburg derzeit ein Netzwerk „Künste“, das sich die Förderung von Demokratie, Toleranz, sozialer Integration und einer kulturellen Stadtentwicklung in Weilburg zum Ziel gesetzt hat. Schließlich sei Weilburg ein Ort der Vielfalt, und das könne das Projekt anschaulich zeigen. Kunst sei in der Lage alle Grenzen zu überwinden.
Im Netzwerk „Künste“ haben sich frei schaffende Künstlerinnen/Künstler, Lehrkräfte der Weilburger Schulen sowie Dozentinnen und Dozenten der VHS zusammengeschlossen. Zurzeit sind das 36 Personen. Sie werden verstärkt durch etwa 350 Schülerinnen und Schüler der Weilburger Schulen, die sich ebenfalls mit künstlerischen beziehungsweise handwerklichen Arbeiten beteiligen wollen.
60 Akteure aus Einzelhandel, Gastronomie etc. haben die Möglichkeit, mitzumachen
Etwa 60 Weilburger Geschäfte und Einrichtungen in der der Innenstadt wurden mittlerweile über einen Brief zur Mitarbeit eingeladen. Ihnen wurde ein Plakat geschickt. Wenn sie das in einem Schaufenster oder an ihrer Tür befestigen signalisieren sie: „Wir machen mit.“
Ab 6. Februar werden dann die Aktiven des Forums Weilburg diese interessierten Unternehmen aufsuchen. „Für Schaufenster und andere Fenster zur Straße gibt es unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten“, erklärt Werner Röhrig. Zum Beispiel könnten für kleinformatige Kunstwerke kleine Präsentationsstaffeleien ins Fenster gestellt werden. Für größere Bilder gebe es entsprechend größere Präsentationsstaffeleien, aber auch Plastiken und andere Formen bildender Kunst seien möglich.
Wo die jeweiligen Auslagen eines Geschäftes Priorität haben, bestehe auch die Möglichkeit, beispielsweise eine Bilderfolge oder ein Ornament als Fries anzubringen. In Straßen mit Fensterzeilen wie zum Beispiel in der Mauerstraße könnten Bildergeschichten oder Illustrationen von Märchen das Thema sein. Restaurants und Cafés könnten mit den Bildern ihre Wände schmücken. „Natürlich können Gäste und Kunden die Bilder dann auch kaufen“, ergänzt Röhrig. All das wird ab dem 6. Februar Thema der Gespräche mit den Ladenbesitzern und Gastronomen sein.
Die erste konkrete Ausstellungsphase wird dann mit einer Vernissage am 30. Mai in der Aula des Komödienbaus und einem anschließenden Rundgang durch die Weilburger Straßen der Kunst beginnen und am 29. Juli enden. Die zweite Phase dauert dann vom 14. August bis 14. Oktober.
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stahl Andreas
Donnerstag, 2. Februar 2012, 19:29:18 an 19:29
Klingt gut, ob da welche mitmachen? Fehlt schlieslich Werbefläche
Weilburg Online
Freitag, 3. Februar 2012, 20:06:04 an 20:06
Wieso denn Andreas?
In der innenstadt stehen soviele Läden leer, die man mit Bildern und Austellungsstücken bestücken könnte.
Dann sehen sie wenigstens nicht so kahl aus
Dennis
Samstag, 4. Februar 2012, 10:41:58 an 10:41
Die Bilder stehen doch in Geschäften, in Schaufenstern, in leeren Läden (Falls die Vermieter nicht wieder Geld haben wollen, die Aasgeier).
Die Aktion ist wenigstens mal ne Kleinigkeit die die Stadt wieder etwas mit beleben könnte.
Geschäften kann man nur raten da mitzumachen. Den Die Leute die die Bilder in den Schaufenstern anschauen sehen vielleicht auch was anderes, dass sie gerne kaufen wollen.
Hartmut Bock
Samstag, 4. Februar 2012, 23:33:36 an 23:33
Jetzt macht mal nicht gleich alles kaputt. Die Initiative von Werner Röhrig ist gut für die Weilburger Innenstadt. Natürlich wäre es besser, wenn es überall funktionierende Geschäfte statt leerer Schaufenster geben würde. Zu lange wurden große Flächen am Stadtrand für den Einzelhandel bereit gestellt, ohne die Folgen für die Innenstadt zu bedenken. Doch (sehr) langsam setzt sich die Ergenntnis durch, dass dies nicht so weiter gehen kann. Nur mit einem lebendigen Stadtkern, in dem Menschen wohnen, einkaufen und flanieren hat Weilburg eine Zukunftschance.
Deswegen ist des Projekt “Straßen der Kunst” wichtig, weil damit ein Bewusstsein für die Entwicklung der Innenstadt geschaffen wird. Weitere Schritte müssen folgen. Ein Dankeschön an die Initiatoren.
Weilburg, 4. Februar 2012
Hartmut Bock
KS
Montag, 6. Februar 2012, 06:34:07 an 06:34
Bei aller Kritik an der Weilburger Stadtentwicklung empfinde ich die Initiative des Weilburger Forums mit Werner Röhrig als wohltuend und vielleicht zukunftsweisend.
Völlig unbeachtet von der Öffentlichkeit tauchten bereits Antiquitäten in der Marktstraße auf, in der unteren Langgasse wird seit Jahren ein Antiquariat mit Antiquitäten betrieben, ebenso in der Mauerstraße gegenüber dem Rathaus, und die Galerie zwischen Residenzbuchhandlung und Immobilien Barkowski ist eine wohltuende Ergänzung.
Wenn die Initiative “Straßen der Kunst”, an denen unser bester Bürgermeister von allen nicht ganz unbeteiligt ist, die Menschen wieder in die Altstadt ziehen kann und es gelingt, neben der Langgasse auch unsere anderen historischen und schönen Gassen zu beleben, dann war es genau diese Initiative, die wir gebraucht haben.
Hinzu kommt, dass das Café Ententeich sich zu einem weiteren Magneten entwickelt, in dem Musiker eine Bühne finden.
Zu alle dem ist viel Engagement notwendig, wünschen wir den Initiatoren viel Durchhaltevermögen. Für Weilburg lohnt es sich allemale.
Ich erinnere noch einmal daran, dass die Weilburger Nachrichten jedem Verein und jedem Existenzgründer eine kostenlose Werbe- und Darstellungsplattform bieten.
Karl-Josef Schäfer
Pingback: „Weilburger Straßen der Kunst“ – wer macht noch mit? | Weilburger Nachrichten