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Guten Tag, Weilburg! (02.02.2012, KS) Ein Großbrand bei der Firma Optik-Meuser in Villmar-Aumenau vernichtete am frühen Donnerstag-Morgen die komplette Produktion, die Lagerhallen und die Verwaltung. Auch ein Korken-Lager der Firma NewKork aus Villmar-Seelbach ist komplett ausgebrannt. Anfängliche Schätzungen der Polizei sprechen von fünf bis sechs Millionen Euro Schaden. Die Feuerwehren aus allen Villmarer Ortsteilen, aus Brechen, Limburg und Weilburg bekämpften das Feuer bis gegen Mittag. Das THW aus Limburg und Weilburg leistete technische Unterstützung, der Malteser Hilfsdienst versorgte die Einsatzkräfte bei klirrender Kälte mit warmen Getränken. Insgesamt waren rund 130 Helfer vor Ort. Menschen sind bei dem Großbrand nicht zu Schaden gekommen. Zu der Brandursache konnte der Pressesprecher der Feuerwehr keine Angaben machen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Lahntal-Bahnstrecke musste für circa zwei Stunden gesperrt werden, damit das der Lahn entnommene Löschwasser über die Gleise zum Brandort gepumpt werden konnte. Für hunderte Bahn-Pendler endete die Fahrt am Bahnhof Aumenau, beziehungsweise Gräveneck, von dort ging es mit dem Bus weiter.
Nachdem die Löschwasser-Schläuche unter den Schienen durch das Gleisbett verlegt wurden, konnte der Bahnverkehr im Schritttempo wieder aufgenommen werden.
Zur Zeit sind noch Einsatzkräfte vor Ort, um letzte Brandnester zu löschen.
In den frühen Morgenstunden bemerkte ein Anwohner den Brand und alarmierte die Feuerwehr. Um 5:33 Uhr wurde auch die Weilburger Feuerwehr alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehren brannten Produktion, Lager und Verwaltung der Firma Meuser-Optik am Ende der Fürfurter Straße in Villmar-Aumenau bereits in voller Ausdehnung. Die Löschtrupps konnten ein Übergreifen auf benachbarte Wohnhäuser und auf ein weiteres Unternehmen auf dem weitläufigen Areal verhindern.
Die tiefen Temperaturen von unter minus 10 Grad erschwerten die Löscharbeiten. Das Löschwasser in den Schläuchen musste ständig in Bewegung gehalten werden, um ein Einfrieren zu verhindern. Auf den Wegen und Straßen bildete sich sofort eine Eisschicht, die für die Helfer zu einer Gefahr wurde.
Noch um 10:30 Uhr bot das Firmengelände ein Bild des Grauens. In den völlig zerstörten Lagerhallen stehen ausgebrannte Traktoren und Gabelstapler. Bitumen der Dacheindeckungen ist geschmolzen und nach unten auf die Wege und Straßen geflossen. Immer noch werden Brandnester von der Drehleiter aus gelöscht. Die Feuerwehrmänner und -frauen achten auf alle Kleinigkeiten. Dachüberstände sind noch gefährlich, es besteht Einsturzgefahr. Viele der HelferInnen sind seit der Alarmierung vor Ort, mittlerweile über vier Stunden. Und das bei Temperaturen um die minus 10 Grad.
Unsere Hochachtung gilt allen Helfern, die bei den derzeit herrschenden Minustemperaturen teilweise stundenlang hart gearbeitet haben. Unserem Redakteur froren schon nach 15 Minuten Nase und Ohren ein und er wünschte sich nichts sehnlicher, als sein wohl temperiertes Auto. Es zeigt sich wieder einmal, wie wichtig für jeden von uns die Leistungen der zum größten Teil ehrenamtlich tätigen Helfern ist. Vielen Dank an alle, die an diesem Einsatz beteiligt waren.
Ein Lob auch an den Pressesprecher, der mit Umsicht und Überblick die Medienvertreter auf dem Gelände herumführte. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
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