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Guten Tag, Weilburg! (02.02.2012, KS) Schon aufs Außenthermometer geschaut? Minus 12 Grad haben wir hier im Erbstollen. Da sind neue Strategien gefragt, es muss geheizt werden, was das Zeug hält.
Dies zum Beispiel ist ein rund 100 Jahre alter Ofen. Er wird wohl mal in einer Arbeiterwohnung oder im Dienstbotenzimmer eines hochherrschaftlichen Hauses gestanden haben. Wunderschön die Jugendstilelemente. Es handelt sich um einen Küppersbusch No. 600, ein seltenes Exemplar.
Der Zahn der Zeit hat deutlich an dieser Feuerstelle genagt, doch mit ein wenig Ofenfarbe und Goldbronze erstrahlt der Ofen von außen fast wieder im alten Glanz.
So ein gutes, altes Stück wieder funktionsfähig zu machen, setzt schon ein wenig mehr Aufwand voraus. Der Schamott müsste erneuert werden und eine Zulassung als Heizofen ist dennoch fraglich. Der Wirkungsgrad ist zu gering, viel zu viel Wärme und CO2 würde die Umwelt belasten.
Dshalb steht dieser alte Küppersbusch mitten im Wohnzimmer, ohne Kaminanschluss, und wird mit Bio-Ethanol betrieben. Eine einfache Dose, zur Sicherheit mit Keramik-Watte bestückt, wird einfach mit dem Brennstoff, der in jedem Baumarkt erhältlich ist, gefüllt. Anzünden – fertig! Es brennt ein schönes Feuer im Ofen, verbreitet romantische Stimmung. Bio-Ethanol verbrennt ohne Rückstände zu Kohlendioxid und Wasser. Keine schädlichen Verbrennungsrückstände. Als Heizmaterial ist Bio-Ethanol zwar nicht billiger, aber um ein Vielfaches schöner, als die Gas- oder Ölheizung im Keller.
Probieren Sie es doch einmal aus. Es muss ja nicht gerade ein Jugendstilofen sein, vielleicht steht im Keller ja noch der alte Ofen vom Vor-Eigentümer. Und dann genießen Sie einfach den schönen Abend bei Kaminfeuer auf dem Sofa.
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stahl Andreas
Donnerstag, 2. Februar 2012, 10:29:26 an 10:29
zu 1. Brrrrr.
zu 2. Hübsch der Ofen, woher nehmen und nicht stehlen…
KS
Donnerstag, 2. Februar 2012, 17:30:37 an 17:30
@stahl Andreas Diesen hier gab es vor gar nicht allzulanger Zeit bei eBay. Der Vorbesitzer hatte den Fehler gemacht, ihn zwar unter “Kaminöfen” nicht aber unter “Antiquitäten” einzustellen. So konnten wir das gute Stück für ganze 89 Euro ersteigern.
stahl Andreas
Donnerstag, 2. Februar 2012, 19:32:16 an 19:32
Glückwunsch… vielleicht sollte ich da auch mal Trüffeln.