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Guten Tag, Weilburg! (07.02.2012, KS) Heute morgen um 6:15 Uhr passierte es zum ersten Mal: Auf trockener Fahrbahn verloren zwei Autofahrer (oder Autofahrerinnen, der Polizeibericht liegt noch nicht vor) die Orientierung am Spielmannkreisel und stießen zusammen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, es blieb beim ärgerlichen Blechschaden.
Der Unfallschwerpunkt Limburger Straße Ecke Spielmannstraße ist damit eröffnet.
Als ich heute Vormittag in die Tankstelle kam, wurde dort herzhaft gelacht. Mitarbeiterinnen, Chef und Kunden lachten über das neue Weilburger Meisterstück. Schaulustige und Gaffer können bei einer Tasse guten Kaffees durch die großen Panoramascheiben der Tankstelle bestaunen, zu was eine Planung in Weilburg führen kann.
Doch das Lachen kann uns Weilburgern schon bald vergehen. Erstens ist es überhaupt nicht spaßig, wenn das eigene Auto in einen Verkehrsunfall verwickelt wird. Reparaturkosten, Ärger, Auseinandersetzungen und noch vieles mehr. Da sind die möglicherweise zu zahlenden Bussgelder noch das geringste Übel. Viel schlimmer ist es, wenn Menschen dort zu Schaden kommen würden. Womöglich Unbeteiligte, womöglich aus Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis.
Ich habe heute morgen zehn Minuten auf dem Dach der Tankstelle ausgehalten, um einen Überblick zu bekommen und ein paar Fotos zu machen. In dieser Zeit sind acht Fahrzeuge falsch gefahren, darunter ein Krankenwagen, der aus der Spielmannstraße kam und orientierungslos den Fussgängerüberweg auf seinem Weg hoch in Richtung Waldhausen nahm.
Nun kann man sagen, dass es einer gewissen Eingewöhnungsphase bedarf bei einem Kreisverkehr, der nicht so ganz einem üblichen Kreisverkehr entspricht. Dennoch sind die Ziele nicht erreicht.
Nach wie vor können Fahrzeuge von oben (aus Richtung B 49) und unten (aus Richtung Stadt) ungebremst die Limburger Straße befahren. “Durchschuss” nennt es die Verkehrspolizei. Die Reduzierung der Geschwindigkeit, ein Anforderungskriterium an einen Kreisverkehr, ist hier am Spielmannkreisel nicht gegeben. Deshalb hätte die Verkehrspolizei, deshalb hätten aber auch alle anderen Meisterstück-Verantwortlichen klar für eine Ampelanlage an dieser Stelle plädieren müssen.
An der Ecke Spielmannstraße zur Limburger Straße kam es in den Jahren 2006 bis 2010 zu 19 Verkehrsunfällen, die alle relativ glimpflich abliefen. Das konnten wir vom Polizeipräsidium Westhessen erfahren. Wieviel werden es in Zukunft sein?
Ein Planfeststellungsverfahren hat für diesen Kreisel nicht stattgefunden. Voraussetzung dafür war, dass die Träger öffentlicher Belange der geplanten Baumaßnahme zustimmt haben. Warum die Verkehrspolizei zugestimmt hat, erschliesst sich mir nicht. Ein im November 2011 befragter Stadtverordneter sah ebenfalls keine Probleme mit dem neuen “Kreisverkehr”, der schon in der Planung als “elliptische Form, um gleichzeitig den topografischen Gegebenheiten und den verkehrstechnischen Anforderungen an den Kreisel gerecht zu werden” beschrieben wurde.
Aber ich bin ja auch kein Fachmann, ich muss das Ganze nicht verstehen. Ich hoffe, den verantwortlichen Planern und den Verfassern von positiven Stellungnahmen bleiben in Zukunft unruhige Nächte erspart. Denn unruhig würde ich schlafen, wenn ich für einen neuen Unfallschwerpunkt in Weilburg verantwortlich wäre.
Herzlichst, Ihr Karl-Josef Schäfer
P.S. Die geplante Eröffnung am gestrigen Montag, im WT angekündigt, scheint nicht stattgefunden zu haben. Vielleicht lag es an den frostigen Temperaturen, vielleicht daran, dass noch nicht alle Arbeiten, insbesondere die Fahrbahnmarkierungen, abgeschlossen sind. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass sich die Verantwortlichen selbst nicht ganz so wohl mit ihrem “Kreisverkehr” fühlen. Genau kann ich es nicht sagen, weil ich persönlich zu solchen Veranstaltungen keine Einladungen mehr erhalte.
Keine anderen Beiträge.
Steffen M. Laux
Dienstag, 7. Februar 2012, 19:06:35 an 19:06
Eventuell wäre es angebracht, auf dem sogenannten Kreisel ein Schild mit der Aufschrift “Kreisel!” aufzustellen. Also ich hätte diese Anlage nie als Kreisverkehr identifiziert und vermute, dass es jedem Ortsfremden genauso gehen wird.
Dennis
Dienstag, 7. Februar 2012, 19:28:03 an 19:28
Absolut lachhaft diese Planung.
Aber wetten das es jetzt wieder keiner gewesen sein will, der damals dafür gestimmt hat. Das waren wieder nur “die anderen” wird es überall heißen.
Ich dachte ja ich gebe ihm eine Woche bis zum ersten Unfall, aber den hatten wir ja schon am 1. Tag.
So kann man natürlich auch die heimische Wirtschaft ankurbeln. Die Autowerkstätten der Region werden sich freuen. Bleibt nur zu hoffen das Krankenhaus oder schlimmer noch Bestatter nicht auch davon profitieren werden.
Man fragt sich auch was an dem Projekt 200.000 EUR gekostet hat…
Und ich wette es kommen noch einige tausende EUR für die Umbauten die aufgrund der Unfälle dort jetzt sicher bald stattfinden werden….
Ich hoffe sehr das mal einer der Verantwortlichen zu seiner damaligen Entscheidung steht und sich zu Wort meldet.
Silvia
Dienstag, 7. Februar 2012, 19:44:09 an 19:44
Diese neu eröffnete Verkehrsgefährdung ist ohne jeglichen Sinn und Verstand geplant und realisiert wurden. Während man dort versucht das System zu finden, begegnet man nur fragende, hilfesuchende Blicke aus allen Fährzeugen. Was hat dieser Schwachsinn nochmal gekostet??? Noch ist es eine Lachnummer, da hätte man auch einfach nur einen Blumentopf auf die Limburger Straße stellen können. Ich hoffe inständig, dass hier noch jemand Einsicht zeigt und diese Gefährdung ausbessert BEVOR etwas passiert!
Harald M
Mittwoch, 8. Februar 2012, 06:40:10 an 06:40
Hm- ich verstehe die Konstruktion nicht so ganz, vermutlich ist mein Führerschein noch zu frisch.
(42 Jahre alt) Sollte es zu einem Unfall kommen, zeige ich den Planer an wegen vorsätzlicher Verkehrsgefährdung und hoffe, dann noch genug Mitstreiter an Land ziehen zu können oder fahre lieber durch Nebenstraßen zum Herkulesmarkt und über Odersbach zum Krankenhaus, bis klare Verhältnisse herrschen.
Schilda ist ja ganz spaßig, aber im Straßenverkehr?!
Redaktion
Mittwoch, 8. Februar 2012, 16:28:02 an 16:28
Nochmal (ausnahmsweise) Facebook:
Was ist so schwer daran, einen handelsüblichen Kreisel zu installieren? Ein Meisterstück geht zu weit! Ich würde sagen: Kunststück! Wer hat es fertig gebracht so viel Quatsch auf so wenig Quadratmeter unterzubringen, das ist Kunst, eindeutig!
J. Cromm
Donnerstag, 9. Februar 2012, 15:55:42 an 15:55
Liebe Redaktion!
Danke dass Ihr meinen Kommentar ( Kunststück ) auf Eure Seite geholt habt. Ihr müßt Euch jedoch nicht von Facebook (ausnahmsweise) distanzieren, Ihr habt ja schließlich den Artikel über den Kreisel dort veröffentlicht.
Also jetzt zurück zum Kunststück, es geht weiter! Eine künstlerische Ader müssen auch die Busfahrer haben, wenn sie mit dem Bus versuchen aus dem „Oval”, nicht Kreisel, das ist hier irreführend, auf das direkt neben dem Oval liegende Firmengelände zu gelangen. Hier wird nicht nur den Autofahrern einiges abverlangt. Über kurz oder lang muss hier nachgebessert werden. Es ist abzuwarten ob nach Verschlimmbesserung 1, Verschlimmbesserung 2 folgt, bevor dann doch ein handelsüblicher runder Kreisel hier seinen Ruheplatz findet. Habt Nachsicht mit den Planern, es ist noch kein „Meister“ vom Himmel gefallen.
Redaktion
Donnerstag, 9. Februar 2012, 17:27:20 an 17:27
Lieber J. Cromm, wir distanzieren uns nicht von Facebook, können jedoch erstens nicht einfach die Namen mit kopieren (aus datenschutzrechtlichen Gründen) und zweitens nicht ständig synchronisieren. Deshalb bevorzugen wir natürlich die Diskussion auf den WN, an der sich auch Nicht-Facebookler beteiligen können.
Schöne Grüße
Leuchtturm
Donnerstag, 9. Februar 2012, 20:51:03 an 20:51
Liebe WeilburgerInnen,
ich weiss nicht warum man sich über diesen Kreisverkehr aufregt!
Jeder der etwas vom Autofahren versteht wird schon bald die verkehrstechnische Besonderheit der neuen Kreiselform verstehen. Die Organisation “Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement” hat herausgefunden, dass runde Kreisverkehre zwar vom ADAC (http://www.umgehung-so-nicht.de/Kreisverkehr_02_07_tcm8-206783.pdf) empfohlen werden, dass aber der “Weilburger Platte” eindeutig die Zukunft gehört. Sie ermöglicht sowohl kreative Freiheiten beim Durchfahren, bietet Passanten die Möglichkeit der Kurzweil (Parkbänke werden noch bis Sonntag montiert), bietet Platz für Strassenmalerei und Rettungsfahrzeuge brauchen nicht mal das Tempo beim Durchfahren zu reduzieren. Und Werkstätten können noch Schilda aufstellen.
Ps: Wie wäre es mit “Roter Platz” ?
Weilburg Online
Donnerstag, 9. Februar 2012, 21:28:28 an 21:28
Und der Stumpfsinn hat 200.000 Euro gekostet?
Wieviel sind denn davon wieder in privaten Taschen gelandet?
Für diese Meisterleistung müssten sämtliche Planer und Abnicker für diesen verkehrstechnischen Blödsinn in die persönliche Haftung genommen werden und den Quatsch aus eigener Tasche zahlen.
Zuzüglich der dadurch entstehenden Unfallkosten und den Kosten für den notwendigen Rückbau.
Sarah
Freitag, 10. Februar 2012, 08:58:25 an 08:58
Hallo,
Lieber Steffen,
das blaue runde Schild mit den 3 Pfeilen im Kreis, welchen vor dem Kreisel steht!, bedeutet, dass es ein Kreisel ist und die sich im Kreisel befindlichen Personen/Fahrzeuge vorfahrt haben. Wohl damals in der Fahrschule nicht aufgepasst…
Dennoch finde ich, dass der Kreisel eine sinnvolle Sache ist, wenn man die Verkehrsregeln beherrscht und auf Schilder achtet. Wenn man natürlich ohne Sinn und Verstand da durchfährt, ist es kein Wunder, dass Unfälle passieren. Gerade Ortskundige achten eher weniger auf Schilder, weil sie sich eben auskennen. Deswegen passieren Unfälle.
Leuchtturm
Freitag, 10. Februar 2012, 09:42:32 an 09:42
Helau
Hier in Weilburg läuft´s nicht rund
Die neuen Kreisel sind hier eckig
Dafür werden sie jetzt bunt
Halb Weilburg lacht sich drüber scheckig
Hessen Mobil
Das hat Stil
Amt für Strassen und Verkehr
Brücken plante man sehr gründlich
Das war gestern, das gab´s nicht her
Heute kommen Ideen stündlich
Hessen Mobil
Die leisten viel
Ideen sind frischer und auch neuer
Bewährtes wird hier schnell gewandelt
Und ist der Bau auch noch so teuer
Mit vielen Euros wird nachbehandelt
Hessen Mobil
Das kostet nicht viel
Unverständlich_doch leider wahr!
Freitag, 10. Februar 2012, 22:20:52 an 22:20
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
schon als dieses OVALE etwas, was sich nun Kreisel schimpft noch nicht stand, war klar das da nichts vernünftiges entsehen kann. Kein gerades Stück an Fahrfläche etc. Steuergelder für etwas ausgeben, was noch zich mal überarbeitet wird, wenn nicht sogar wieder ganz abgerissen wird!!! man man man , ist ja nicht so das es an anderen Stellen um einiges sinnvoller wäre mal Sachen zu erneuern. Beispielsweise der Weg vom Bahnhof hoch zur WKS. Also Schlaglöcher sind das keine mehr in der Straße, eher kleine Schwimmbäder für Haie. Also sowas ist einfach unverantwortlich, vorallem wenn man von oben runter fährt, solche Straßenschäden nicht umgehend zu beheben, aber Weilburg ist ja verschuldet_wobei ich wieder zum hauptthema komme:dafür gibts genug Geld, aber wie schon erwähnt, wieviel davon sind wieder in den PRIVATHAUSHALT von so manchen geflossen. Gebt nichts auf sichere Fahrweise, bereichert euch lieber selbst_ wer dabei zu Grunde geht bin nicht ich, sondern wir. Na ja es wird wohl irgend ein Sinn hinter dem ganzen Witz stecken. PS: ich hoffe das in Zukunft nichts weiteres passieren wird. LG
Silvia
Samstag, 11. Februar 2012, 00:29:02 an 00:29
Wenn Weilburg weiterhin sinnlos sein Streusalz über die Stadt verteilt, dann ist auch dieses Verkehrsei bald darunter vergraben…Es besteht also Hoffnung!