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Holzvergaseranlage: Hier wird aus Hackschnitzel Holzgas erzeugt, das in einem Blockheizkraftwerk zu Wärme und Strom umgewandelt wird.
Guten Tag, Weilburg! (19.02.2012, PM) Engelsberg, ein Ortsteil im Markt Lauterhofen (Landkreis Neumarkt), verfolgt schon seit 2003 das Ziel, sich selbst mit Energie zu versorgen. Dazu wurde in Eigenregie ein Nahwärmenetz erstellt, in das die Wärme des eigenen Blockheizkraftwerkes (BHKW) eingespeist wird. Zusätzlich erzeugt eine neue Anlage mittels eines Holzvergasers Strom, der in das öffentliche Netz fließt. Damit beschreitet Engelberg als eine der ersten Gemeinden in Deutschland diesen Weg.
Die Engelsberger Bürger ziehen an einem Strang, wenn es darum geht, auf regenerative Energien umzusteigen. Schon im Jahr 2003 fassten sie dazu die notwendigen Beschlüsse. Den Anfang machen sie mit einem Hackschnitzelheizung. Denn die Landwirtschaft wird sehr stark durch die Holzwirtschaft geprägt. So wächst der Rohstoff zur Selbstversorgung praktisch vor der Haustüre stetig nach. Zur Realisierung des Projekts bauten die Bürger 2005 und 2006 in rund 5.000 freiwillige Arbeitsstunden eine 1.500 Meter langes Nahwärmesystem, an das 25 der 30 Häuser im Gemeindebereich angeschlossen sind.
Damit wurde Engelsberg als eines der ersten Bioenergiedörfer Deutschlands mit dem E.on-Umweltpreis, dem Preis Dorfvital und dem Preis „zukunftsfähige Landnutzung“ ausgezeichnet. Davon motiviert, wollten die Engelsberger noch einen Schritt weiter gehen. „Unser Wunsch war es, nicht nur Wärme sondern auch Strom aus Holz zu erzeugen“, so Willi Locker vom Bauhof der Markgemeinde Lauterhofen. „Wenn die Technik so weit ist, wollen wir das machen“, waren sich die Bürger einig.
Nun steht die Technologie bereit. Die Firma Spanner Re2 aus dem Niederbayerischen Neufahrn entwickelte dazu eine Holz-Kraft-Anlage mit dem sogenannten Joos-Vergaser zur Serienreife. Der Joosvergaser beruht technologisch auf dem Prinzip des Holzvergasers, mit dem schon in den 50er Jahren Autos angetrieben wurden. Das Prinzip besteht darin, Holz zu vergasen und dieses, wie Gas das sonst aus der Leitung bezogen wird, in einem Motor zu verbrennen. Der Motor erzeugt Strom und die Abwärme wird über Wärmetauscher zum Heizen der Häuser verwendet.
Im Dezember 2011 erweiterten die Engelsberger ihre Versorgung um eine Holz-Kraft-Anlage der Firma Spanner. Darin wird aus naturbelassenen Waldhackschnitzeln Holzgas gewonnen, aus dem in einem Blockheizkraftwerk Strom und Wärme erzeugt wird. So schlagen die Engelsberger zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen erhalten sie für den eingespeisten Strom Vergütungen nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz und andererseits wird die anfallende Wärme zusätzlich in das bestehende Nahwärmenetz eingespeist.
In der Zukunft will das Bioenergiedorf die Reserve-Ölheizung nur noch bei absoluten Spitzenlasten befeuern und die Wärmeversorgung durch den Hackschnitzelkessel und das holzgasbetriebene Blockheizkraftwerk sicher zu stellen. So kommen nach und nach nur noch die einheimischen Waldressourcen zur Wärmeversorgung zum Einsatz.
Über ihren Weg zur eigenständigen Energieversorgung informieren die Engelsberger gerne an jedem ersten Freitag im Monat ab 17 Uhr. Denn es gibt viele Dörfer und Gemeinden, in denen der Rohstoff Holz ausreichend zur Verfügung steht und die den gleichen Weg einschlagen möchten. Informationen dazu gibt es im Bauhof Lauterhofen bei Willi Locker.
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Weilburg Online
Montag, 20. Februar 2012, 04:34:53 an 04:34
Unser Bürgermeister ist Aufsichtsratvorsitzender der Stadtwerke und die gehören zu 20% der EON, die ihren Energiebedarf zum größten Teil aus Atomstrom erzielt.
Die Weilburger Stadtwerke liegen auch über dem hessischen Durchschnitt, was den Atomstrom Anteil angeht.
Da braucht man auf ein solches Model in Weilburg wohl nicht zu hoffen
Dennis
Montag, 20. Februar 2012, 09:25:50 an 09:25
Größten Teil aus Atomstrom… lol…
Wo soll der den noch herkommen? Nicht mal in 2010 als noch alle Atommeiler liefen waren es über diesen 50% um größter Anteil zu sein.
Weilburg produziert ca. 10% erneuerbare Energie in der Stadt selbst. und weitere ca. 10% werden von Ausserhalb geliefert. Macht schon mal fast 20% erneuerbare Energien in Weilburg. Es werden also nur knapp 80% Strom zugekauft. Reduziert also den Anteil schon wieder um einiges.
Ausserdem ist das ganze Strom kaufen an der Börse eh nur Papierschupsen. Strom aus Finnland kommt nie in Weilburg an, nur auf dem Papier.