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Absalon von Lund – 21. März

Absalon von Lund, Statue in Kopenhagen, Foto: WIKIMERDIA, Quistnix, lizensiert unter cc-Namensnennung 1.0, Lizenztext im Impressum

Absalon von Lund, Statue in Kopenhagen, Foto: WIKIMERDIA, Quistnix, lizensiert unter cc-Namensnennung 1.0, Lizenztext im Impressum

Guten Tag, Weilburg! (DL) Heute gedenken die katholischen Christen des heiligen Absalon von Lund/Dänemark (1128-1201), der einiges Geschichtsträchtige zustande brachte.

Es ist selbst für Fachleute der katholischen, protestantischen und orthodoxen Kirchen gar nicht so einfach, sich mit den vielen Heiligen und Gedenktagen auszukennen. Die Weilburger Nachrichten helfen dabei und veröffentlichen regelmäßig kurze Porträts der Verehrten im Heiligenkalender.

Heiliggesprochen wurde Absalon, auch Axel genannt, womöglich besonders wegen seiner Berühmtheit als Erzbischof und Berater der dänischen Könige. 1128 wurde er in Fjerreslev in Dänemark geboren. Seine geistliche Laufbahn schlug er wohl unter dem Eindruck ein, dass sein Vater in das Benediktinerkloster in Sorø eintrat. Absalon war damals 18 Jahre alt. Seine Familie muss begütert gewesen sein, weil sein Vater das Benediktinerkloster selbst gestiftet hatte, in dem er Mönch wurde. Absalon konnte es sich wohl auch wegen seines Wohlstands leisten, nach Paris zum Studium der Theologie und des Kirchenrechts zu gehen. Schon im Alter von 30 Jahren wurde er Bischof von Roskilde (1158), 20 Jahre später Erzbischof von Lund und damit Primas der dänisch-schwedischen Kirche. In dieser Funktion stieg er zum Ratgeber der dänischen Könige Waldemar I. und Knut VI. auf. Und nicht nur das. Er zog auch als Feldherr der dänischen  Könige in Schlachten gegen wendische Seeräuber und beteiligte sich an der Unterwerfung Mecklenburgs und der Insel Rügen unter dänische Herrschaft. Auf Rügen zerstörte er, wie man weiß, zusammen mit König Waldemar das Götterbild des obersten Gottes der Wenden Svantevit, der auch als Kriegsgott verehrt wurde.

Man fragt sich, ob militärische Ämter und Tätigkeiten mit den Aufgaben eines Bischofs zu vereinbaren sind. Aber sogar Päpste sollen während der Renaissancezeit auf ihren Pferden in den Krieg geritten sein, um Siege für den Kirchenstaat zu erreichen. Für uns heute sind solche Sitten höchst undenkbar geworden.

Absalon kümmerte sich allerdings auch um das Benediktinerkloster in Sorø, in das nach dem Tod seines Vaters derartige Laster eingekehrt waren, dass Absalon die Disziplin nur dadurch wieder herstellen konnte, dass er Mönche aus der Zisterzienserabtei in Esromund holte und das Kloster 1161 neu weihte.

1170 gründete er die Bischofsburg Havn, aus der später die Stadt Kopenhagen entstand. Kein Wunder, dass die Dänen Absalon verehrten und für seine Heiligsprechung sorgten. Sein Todestag, der 21. März, wurde sein Gedenktag im Heiligenkalender.

Beitrag von an Mittwoch, 21. März 2012, 16:48:14. Gespeichert unter Foto-Galerie,Heiligenkalender,Neues. Sie können alle Kommentare zu diesem Beitrag verfolgen RSS 2.0. Sie können einen Kommentar oder eine Verlinkung hinterlassen

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