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Der Tourismus im Lahntal boomt – Der Aufwärtstrend ist auch für die Weilburger Region zu nutzen

Idylle pur. Die Lahn bei Odersbach wird auch in diesem Jahr wieder viele Wasserwanderer und Bootstouristen anziehen.

Idylle pur. Die Lahn bei Odersbach wird auch in diesem Jahr wieder viele Wasserwanderer und Bootstouristen anziehen.

Guten Tag, Weilburg! (13.04.2012, PM) Der Tourismus im Lahntal befindet sich weiter im Aufwärtstrend. Zu dieser Feststellung kommen die Weilburger Sozialdemokraten nach der kürzlich stattgefundenen Internationalen Tourismusmesse (ITB) in Berlin. Dort hatte der Lahntal-Tourismusverband die offizielle Bilanz aus dem Jahre 2011 vorgelegt. Im Bereich des gesamten Lahntals wurden danach in 1.700 Betrieben rund 2,5 Millionen Übernachtungen registriert, eine Steigerung von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dahinter stehen ein Umsatz von 1,15 Milliarden Euro und ein Volumen von zehntausend Beschäftigten.

Dieser Trend ist nach dem Willen der heimischen SPD auch für Weilburg zu nutzen. Bereits in den vergangenen Jahren wurde nach Einschätzung des Stadtverordneten Hartmut Bock viel geleistet. Wahre Besuchermagneten sind das Schloss und die Kubacher Höhle die jeweils zwischen dreißig- und vierzigtausend Gäste pro Jahr anziehen. Oder der Wildpark „Tiergarten Weilburg“ mit 100.000 Besuchern. Besonderes Highlight sind die Schlosskonzerte, die das Weilburger Land weit über die Grenzen von Hessen hinaus bekannt machen. Hier zeigt sich nach Einschätzung des SPD-Politikers wie leistungsfähig eine Organisation in freier Trägerschaft sein kann, die von ehrenamtlichem Engagement und Professionalität geprägt ist.

Die regionale Identität ist besonders gefragt

Doch Weilburg darf sich nach den Vorstellungen von Hartmut Bock nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen, denn auch im innerdeutschen Tourismus findet derzeit ein heftiger Wettbewerb statt. Städte und Regionen präsentieren sich offensiv und werben um neue Gäste. „Natur und Kultur“ reichen als Heraushebungsmerkmal für uns künftig nicht mehr aus. Im Zentrum stehen immer mehr die Qualität und die Form des Angebotes. Die regionale Identität, wie Brauchtum, Architektur oder ein lokales Speiseangebot in unseren Gasthäusern wird besonders nachgefragt. Weiß-blaue bayrische Biergärten, wie dies derzeit in Wetzlar am Ufer der Lahn ausprobiert wird, sind schön, doch sie passen nicht hier her.

Immer wichtiger wird auch das bauliche Ambiente einer Stadt. Eine intakte Baustruktur , gelungene Sanierungen und Geschäfte und Läden die zum Bummeln, Verweilen und zum Einkaufen einladen sind, werden von Touristen und Gästen besonders geschätzt. Auch unter dem touristischen Aspekt kommt daher der baulichen und geschäftlichen Entwicklung der Weilburger Innenstadt nach Einschätzung von Hartmut Bock eine besondere Bedeutung zu.

 

Beitrag von an Freitag, 13. April 2012, 04:43:02. Gespeichert unter Foto-Galerie,Neues,Weilburg. Sie können alle Kommentare zu diesem Beitrag verfolgen RSS 2.0. Sie können einen Kommentar oder eine Verlinkung hinterlassen

7 Antworten auf Der Tourismus im Lahntal boomt – Der Aufwärtstrend ist auch für die Weilburger Region zu nutzen

  1. denada

    Freitag, 13. April 2012, 14:24:29 an 14:24

    Endlich positive Zahlen für Weilburg.
    Aber wer ist eigentlich pm

    2.500.000 Übernachtungen in 1.700 Betrieben = 1.470 Übernachtungen je Betrieb
    1.150.000.000 € bei 2.500.000 Übernachtungen = 460 € je belegtes Bett
    In Weilburg (Kernstadt) gibt es 5 Hotels:
    5 x 1.470 Übernachtungen x 460 € = 3.381.000 €

    Später kommen dann noch die 1600-2000 Übernachtungen der Deutschen Umweltstiftung (736.000 – 920.000€) dazu

    Den Weilburger Hotels geht es gut, das ist jetzt sicher!
    Vielleicht braucht Weilburg aber noch ein Hotel mit einem Bettenpreisangebot von unter 400,00 € so als billige Absteige für Kanuten und Fahrradfahrer

  2. Dennis

    Freitag, 13. April 2012, 16:40:07 an 16:40

    PM ist die Pressemitteilung

  3. Hartmut Bock

    Montag, 16. April 2012, 20:31:34 an 20:31

    Zum Beitrag von ‘denada’ vom 13.4.2012

    Hinter PM steckt eine Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins Weilburg, die von mir gefertigt wurde.

    Zu den touristischen Daten: Diese stammen aus einer Presseinformation vom 9.März 2012 des Lahntal Tourismus Verband e.V. (LTV), die im Rahmen der Internationalen Tourismus-Messe in Berlin (ITB) veröffentlicht wurde. Nachzulesen unter http://de-de.daslahntal.de/public/home/pressetexte/

    Dabei handelt es sich um eine Gesamtschau der touristischen Destination “Lahntal”, von der Quelle bis zur Mündung. Enthalten (als kleiner Teil) sind darin auch die Zahlen von Weilburg, die mir aber einzeln nicht vorliegen.

    Statistische Daten sind immer kritisch zu hinterfragen und auch mit Vorsicht zu nutzen. Da stimme ich zu. Oft steckt ein besonderes Interesse an der Veröffentlichung dahinter. Beim LTV handelt es sich um einen seriösen Verband, der es sich nicht leisten kann, im Rahmen der ITB mit falschen Zahlen zu arbeiten. Allerdings ist der Begriff “Tourist” sehr weit gefasst. So werden nach meiner Einschätzung z.B. im Jahre 2012 die Besucher des Hessentages in Wetzlar alle als Touristen gezählt.

    Insgesamt gibt es nach Auswertung der statistischen Daten zum Tourismus einen klaren Trend: Die Nachfrage nach innerdeutschen Zielen nimmt zu. Dies wird begünstigt durch die hohen Spritpreise und die oft unsichere politische Situation in fernen Urlaubsländern.

    Hartmut Bock, Weilburg

  4. Heinz-Werner Koch

    Mittwoch, 18. April 2012, 21:29:19 an 21:29

    Der regionale Tourismus muss – in Verbindung mit einer stärker einhergehenden Identität der Bewohner zu dieser Landschaft, zu dieser Stadt und zu dieser Region – gefördert, verbessert und auch von den einheimischen Bürgern mit ihrem Herzen getragen werden. Dies kommt z. B. zum Ausdruck in ehrenamtlicher Tätigkeit für verschiedene kulturelle und gemeinnützige Aufgaben und Veranstaltungen, dem Besuch einzelner Events, der Übernahme von Tierpatenschaften bzw. dem Eintritt in die Fördervereine des Tiergartens, der Schlosskonzerte, der Alten Musik etc. Auch im sportlichen Bereich gibt es genug Möglichkeiten.
    Packen wir es an,
    Heinz-Werner Koch

  5. Harald M

    Montag, 23. April 2012, 14:16:09 an 14:16

    Tourismus richtig gestalten heißt, dass man sich in die Lage der Besucher hineinversetzen muß- das sehe ich in Weilburg leider nicht und auch nicht kommen.
    Wer sich mit Kindern oder Einkaufstüten an den parkenden Autos, Reklametafeln und Tischen/Stühlen die Neugasse durchquetschen will, muss schon ein wenig leidensfähig sein.
    Wegweiser zu den Parkräumen sind gut, Toiletten sucht der Fremde aber vergeblich- das gehört zum Service, genau wie Andenken und mehrsprachige Hinweise zu den Sehensürdigkeiten.
    Holländisch, Englisch und Französisch wird gefragt.
    Diese Dinge anzuschneiden, ist eigentlich nicht meine Aufgabe, das müssten die Stadtverantwortlichen eigentlich von selbst sehen..

  6. Leuchtturm

    Freitag, 27. April 2012, 16:28:00 an 16:28

    Liebe Weilburger!
    Versucht doch mal Weilburg mit den Augen des Touristen zu sehen. Touristen seid ihr doch auch anderswo. Und als Tourist geht man nicht betriebsblind wie ein Eingeborener durch die Gegend.
    Tourismus soll boomen – dann macht auch was dafür.
    Was macht denn eine Stadt liebenswert? Denkmäler? Blumen an Brückengeländern? Saubere öffentliche Toiletten? Plätze für Kinder? ……
    “Ja, die Randalierer machen ja alles kaputt!”
    Kein Wunder, denn wo sind die Treffpunkte für die Jugendlichen? Wo kann man sich abends treffen auf frei zugänglichen Plätzen? Früher ging das mal. Aber wo heute die Orte wo man sich mit seiner Clique treffen kann?
    Liebe Weilburger: bitte geht mal als “Weilburger Tourist” durch die Strassen – Ihr werdet euch wundern!

  7. Harald M

    Sonntag, 29. April 2012, 17:21:52 an 17:21

    “Ubi bene, ibi patria” Ein alter lat. Spruch stimmt auch heute noch. Nur wenn sich möglichst viele Einwohner “zugehörig” fühlen, kann eine Urbanität entstehen, die andere Leute, Investoren – oder Touristen – anlockt. Hier sehe ich eine Bringschuld, die man allerorten spürt, nicht nur in Weilburg. Parallelgesellschaften entstanden. Arbeitslose junge Leute, die wissen nicht wozu sie auf der Welt sind und sich langweilen, sind ein Unding.
    Das ist ein schlimmer volkswirtschaftlicher Fehler, ein Resultat der Vernachlässigung des Binnenmarktes und der fehlenden Gleichstellung menschlicher zu maschineller Arbeit: Maschinen kaufen keine Autos und essen keine Butter, sie zahlen nicht in die Solidarkassen ein..
    Treffpunkte für Jugendliche folgen dann an zweiter Stelle – das ist eine Chefsache in jeder Kommune, deren größtes Kapital die jungen Menschen sind- alle jungen Menschen, wo immer sie auch hergekommen sind.
    Wenn diese einfachen Betrachtungsweisen berücksichtig werden, wird es auch keine Randalierer mehr geben – wetten?

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