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Bürgermeister schlägt Stadtparlament Verzicht auf Weilburger Stadthalle vor – Eigentümer hat schon vorgegriffen!

Aus Stadthalle wird Restaurant Cafe

Aus Stadthalle wird Restaurant Cafe

Guten Tag, Weilburg! (10.05.2012, KS) “Auf Grundlage der aktuellen finanziellen Situation und Perspektive für die Stadt
Weilburg an der Lahn schlägt der Bürgermeister vor, künftig auf die Stadthalle „Alte Reitschule“ Weilburg zu verzichten,” so ist in der Vorlage des Magistrats zur nächsten Stadtverordnetenversammlung am 24. Mai in der Aula des Komödienbaus zu lesen. Der Beschlussvorschlag lautet: “Der Mietvertrag mit dem Eigentümer des Stadthallenkomplexes „Alte Reitschule Weilburg“ wird nicht verlängert.” Damit sind die, noch in der April-Sitzung vorgestellten, drei Varianten gestorben. Die Weilburger Kernstadt hat nach dem Willen von Bürgermeister und Magistrat keine Veranstaltungshalle mehr.

Eigentlich könnte das Stadtparlament nun am 24. Mai der Beschlussvorlage keine Folge leisten und sich für die erneute langfristige Anmietung der Stadthalle (bis 2040 war im Gespräch) entscheiden. Die Sanierung der Stadthalle “Alte Reitschule” würde dann mit rund 2,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Aber der Eigentümer hat bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Der Eingangsbereich ist bereits umgestaltet, mit Schildern wird auf das Restaurat Café “Alte Reitschule” aufmerksam gemacht und vor dem ehemaligen Haupteingang der Weilburger Stadthalle sind jetzt Parkplätze ausgewiesen.

Auch über dem Haupteingang wechselte das Transparent

Auch über dem Haupteingang wechselte das Transparent

Damit scheint klar zu sein, dass niemand mehr etwas anderes als eine geschlossene Stadthalle will. Was die Stadtverordneten dazu sagen werden, scheint nun zukünftig keine Rolle mehr zu spielen. Die Beschlussvorlage spricht zwar von einem “faktischen Mietvertrag”, der noch bis zum 30. Juni 2012 läuft und aktuell wird die Stadt Weilburg auch noch weiter ihren Mietzins in Höhe von fast 500 Euro monatlich zahlen. Aber schon vor dem Beschluss unserer Politiker ist die Sachlage klar.

Die detaillierte Beschlussvorlage finden Sie hier im Wortlaut:

Vorlage STV/11/200

für die Stadtverordnetenversammlung am: 24.05.2012

Tagesordnungspunkt:

Stadthalle “Alte Reitschule Weilburg”

Sachverhalt:

Durch einen Großbrand am 18. Oktober 1972 werden das Bürgerhaus „Alte Reitschule“, Nebengebäude des Schlosses, vier Wohnhäuser und Teile des Heimatmuseums zerstört.

Parkplätze vor dem Restauranteingang

Parkplätze vor dem Restauranteingang

1973 bis 1977 erfolgen der gemeinsame Bau von Stadthalle und Schlosshotel innerhalb des Schlosskomplexes, beide Vorhaben in hohem Maße vernetzt, gemeinsam durch das Land Hessen und die Stadt Weilburg. Die Stadt Weilburg schließt 1977 mit dem Land Hessen einen Mietvertrag über Schlosshotel und Stadthalle.

1985 beschließt die Stadtverordnetenversammlung die Übergabe des Schlosshotelkomplexes an das Land Hessen und die Trennung der technischen Einrichtungen von Stadthalle und Schlosshotel (Stadtverordnetenversammlung am 24. Oktober 1985 und Magistrat am 16. September 1985).

Am 18. Dezember 1986 genehmigt die Stadtverordnetenversammlung die Auflösung der seitherigen Verträge mit Land und Schlosshotel Weilburg GmbH über den Komplex des Schlosshotels und den Abschluss eines neuen Mietvertrages zwischen dem Land und der Stadt für den Saalbereich, die Anrichtküche, die Archivräume und die Remisen.

Der neue Mietvertrag zwischen dem Land und der Stadt für den Stadthallenkomplex hat eine Laufzeit von 20 Jahren (bis 2006) und verlängert sich anschließend automatisch um jeweils ein Jahr.

Wer recherchiert hier mal? Ist das nicht eigentlich städtisches Grund und Boden?

Wer recherchiert hier mal? Ist das nicht eigentlich städtisches Grund und Boden?

Nahezu ständig gibt es Probleme mit der Be- und Entlüftung der Stadthalle, insbesondere aber auch mit dem Bewirtschaftungsrecht der Schlosshotel Weilburg GmbH für die Stadthalle. Am 24. November 1993 wird vertraglich das Bewirtschaftungsmonopol der Stadthalle durch die Schlosshotel Weilburg GmbH aufgehoben, danach steigt die Nutzung der Stadthalle insbesondere durch Vereine.

Am 26. September 2002 hat das Land Hessen einen Bauantrag für unabweisbar notwendige Brandschutzmaßnahmen im Teil-Komplex Schlosshotel gestellt; die entsprechende Baugenehmigung erfolgt am 22. November 2004, also acht Wochen nach Verkauf des Gesamtkomplexes Schlosshotel und Stadthalle.

2004 will das Land Hessen nicht weiter in den Schlosshotelkomplex und den Schlosshotelbetrieb investieren und verkauft den Gesamtkomplex Schlosshotel und Stadthalle, der baulich und betrieblich in höchstem Maße vernetzt ist, an die Familie Krüger (Norken), die bereits in den Jahren zuvor das Hotel „Lahnschleife“ in der Weilburger Altstadt errichtet hatte (Kaufvertrag vom 23. September 2004).

Die Angelegenheit ist wiederholt im Magistrat erörtert worden. Auch hat die Stadt über die FMG Weilburg ein Angebot für den Komplex Stadthalle abgegeben. Wichtig war für den Magistrat die Regelung des § 11 Auflassungsvormerkung zu Gunsten der Stadt Weilburg des Kaufvertrages: „ Der Käufer verpflichtet sich hiermit, das vertragsgegenständliche Anwesen nicht ohne Zustimmung der Stadt Weilburg weiter zu veräußern. Für den Fall eines beabsichtigten Weiterverkaufs verpflichtet er sich gegenüber der Stadt Weilburg, auf seine Kosten den rechtlichen Zustand (ggf. durch Bildung von Teileigentum) herzustellen, der es ermöglicht, die Stadthalle mit dazugehöriger Küche an die Stadt zu verkaufen und zwar zu einem Kaufpreis, der dann auf der Grundlage eines Gutachtens des Gutachterausschusses zu bestimmen ist.“

In § 2 Kaufgegenstand des Kaufvertrages vom 23. September 2004 heißt es: „Dem Verkäufer sind keine Ausschlussgründe bekannt, die den Betrieb eines Hotels mit Restaurant und Stadthalle beeinträchtigen könnten.“

Aus der Mitte der Stadtverordnetenversammlung wird die Sicherung der seitherigen Regelung für die Stadthallennutzung angesprochen: Zum einen gilt der Pachtvertrag vom 3. Dezember 1986 unverändert weiter. Zum anderen erklärt die Familie Krüger auf Anfrage mit Schreiben vom 14. Dezember 2004 die Fortführung des bestehenden Mietvertrages bis 2006 und die Bereitschaft, einen neuen Mietvertrag mit den wesentlichen Bedingungen des seitherigen Vertrages für mindestens weitere 10 Jahre abzuschließen; diese Zusage wird mit Schreiben der Stadt vom 12. Januar 2005 angenommen, so auch Aussage und Wertung des HSGB.

§ 6 des Pachtvertrages vom 3. Dezember 1986 lautet: „Die Mietsache wird in dem Zustand vermietet, in dem sie sich beim Abschluss dieses Vertrages befindet. Die Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr. Der Vermieter übernimmt keine Haftung für bestehende oder künftig auftretende Sachmängel. Der Mieter hat die Mietsache – abgesehen von Dach und Fach – erforderlichenfalls auf seine Kosten instand zu setzen und für den vorgesehenen Verwendungszweck (§ 1, ehemaliger Reithallenbau (Stadthalle) – Dach und Fach -) herzurichten.“.

2006 erfolgte kein neuer Vertragsabschluss, der Mietvertrag von 1986 lief problemlos weiter.

In der Folgezeit verdeutlichten sich immer mehr die Probleme rund um die Gewährleistung des Brandschutzes in der Stadthalle und damit insbesondere verbunden rund um die Be- und Entlüftung, etc.. Immer wieder wurden seitens der Stadt kleinere Maßnahmen des Brandschutzes durchgeführt.

2009 meldete die Stadtverwaltung Finanzmittelbedarf für die Be- und Entlüftung, Brandschutzklappen, etc an, und zwar zunächst 70.000 € im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms des Landes für Schulen und Kommunalinvestitionsprogramm des Bundes (kommunaler Anteil). Die Stadtverordnetenversammlung beschloss die Aufnahme der Stadthallenbaumaßnahmen in die Verwendung für das Konjunkturmittelprogramm, und zwar am 26. März 2009.

In der Folgezeit konnte allerdings mit der Maßnahme nicht begonnen werden, da aufgrund der Feststellung umfangreicher Defizite ein grundlegendes Vorgehen erforderlich wurde.

Am 20. April 2009 findet laut Kreisbauamt in der Stadthalle Weilburg die erste Sicherheitsüberprüfung überhaupt statt.

Nach zahlreichen Gesprächen mit Kreisbauaufsicht, Kreisbrandinspektor, etc. sowie Prüfungen durch DEKRA, Brandschutzfachingenieur, etc. stand im November 2010 fest, dass erhebliche Mängel im Bereich des Brandschutzes in der Stadthalle bestehen und somit akuter Handlungsbedarf besteht: Zunächst wird der Investitionsbedarf in den Brandschutz auf ein Finanzvolumen von 500.000 bis 1 Million € beziffert.

Das Kreisbauamt fordert mit Schreiben vom 2. November, eingegangen am 11. November 2010, Brandschutzkonzept und Brandsicherheitsdienst bei Veranstaltungen ab 200 Personen, ansonsten Verhängung eines Nutzungsverbotes. Diese Forderungen des Kreisbauamtes gehen an Eigentümer und Mieter.

Daraufhin spricht der Eigentümer mit Schreiben vom 19. November, eingegangen am 23. November 2011, die außerordentliche Kündigung des Mietvertrages zum Jahresende 2010 aus, wenn die Forderungen der Bauaufsicht nicht erfüllt werden. Des Weiteren kündigt der Vermieter den Mietvertrag vom 3. Dezember 1986 zum 30.11.2011, um einen neuen Mietvertrag abzuschließen.

Am 29. November 2010 wird der Magistrat über die Brandschutzproblematik und die damit verbundenen Nutzungsprobleme informiert, am 8. und 14. Dezember wird der Haupt- und Finanzausschuss informiert und am 15. Dezember der Bauausschuss. In der Stadtverordnetenversammlung am 16. Dezember 2010 wird die Angelegenheit ebenfalls grundlegend erörtert.

Nach weiteren Gesprächen und Ortsterminen von Eigentümer, Mieter, Behörden und Fachingenieuren spricht die Bauaufsicht beim Landkreis Limburg-Weilburg ein Nutzungsverbot für die Stadthalle aus, allerdings werden bis November 2011 noch Veranstaltungen in der Stadthalle zugelassen , bei Erstellung und Umsetzung von Sicherheitskonzepten.

2011 finden so insgesamt 30 Veranstaltungen statt.

Die Betriebskosten der Stadthalle belaufen sich 2010 auf 100.288,24 € bei Einnahmen in Höhe von rund 23.337,85 €.

Am 27. Januar 2011 hat die Stadtverordnetenversammlung auf Vorschlag des Magistrates ein qualifiziertes Brandschutzgutachten einschließlich Kostenermittlung durch Fachingenieure sowie eine Kostenermittlung für unbedingt Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen durch den Fachbereich Bauen der Stadt Weilburg in Auftrag gegeben.

Für die Beseitigung der von der Bauaufsicht und der Dienststelle für vorbeugenden Brandschutz beim Landkreis Limburg-Weilburg im Bereich des Brandschutzes in der Stadthalle festgestellten Mängel wurde von dem Ingenieurbüro ITU in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur-Büro Scheithauer (Heizung-Lüftung) und dem Ingenieurbüro Weis (Elektro) ein Brandschutzkonzept erarbeitet.

Das Brandschutzkonzept wurde am 28.11.2011 von Herrn Lücke (Ingenieurbüro ITU) dem Magistrat der Stadt Weilburg vorgestellt und erläutert.

Danach sind wesentliche Nachbesserungen im Bereich Lüftung, elektrische Anlagen und baulichem Brandschutz erforderlich.

Im Bereich Lüftung sind dies:

Priorität I: Brand- und Rauchschutz

- Austausch aller vorhandenen Brandschutzklappen und Herstellung eines zulassungskonformen Einbaus mit L-90-Bauteilen.

- Ergänzung von Brandschutzklappen in den Abluftsystemen mit Anpassung des Luftkanalsystems.

- Ertüchtigung der Wand- und Deckenbereiche an Durchdringungen von Luftkanälen bis zu den Brandschutzklappen mit formbeständigen Platten aus Kalziumsilicat (Promat).

- Entrauchung der Bereiche großer Saal, Bühne, Foyer und ggf. Treppenhaus über maschinelle Entrauchungsanlagen, die vom sonstigen Lüftungssystem unabhängig errichtet werden.

- Beseitigung gravierender hygienischer Mängel durch Wartungs- und Reparaturarbeiten an Filtern und Gerätegehäusen.

- Elektroverkabelung für v. g. Maßnahmen mit Aufschaltung auf vorhandene MSR-Anlage.

Priorität II: Zentrale Anlagentechnik

- Austausch der RLT-Zentralgeräte aus 1975 mit Anpassung der Gerätegrößen an den aktuellen Bedarf. Die übliche technische Lebensdauer ist deutlich überschritten.

- Einbau von Wärmerückgewinnungsanlagen zur Steigerung der Energieeffizienz.

- Erneuerung der MSR und der zugehörigen Elektroverkabelung.

Im Bereich Elektro sind dies:

- Hier ist eine Komplettsanierung ratsam, da in absehbarer Zeit für die vorhandene Beleuchtung keine Leuchtmittel mehr auf den Markt erhältlich sind. Die Mehrkosten gegenüber der laut Gutachter erforderlichen Sanierung betragen brutto ca. 247.000 Euro und sind in der Kostenschätzung berücksichtigt.

- Erneuerung der Brandmeldeanlage (Trennung vom Schlosshotel).

- Ausführung des Leitungsnetzes, soweit erforderlich mit Funktionserhalt (BMA, RWA, ELA) entsprechend den Vorschriften.

Im Bereich baulicher Brandschutz:

- Erneuerung von Türen im Feuerwiderstandsklasse T 30/90 soweit erforderlich in allen Geschossen.

- Abschottung des notwendigen Treppenraumes Foyer/Saal/Empore in den Bereichen Foyer und 1. Obergeschoss im G 90 (Glaswand).

- Neuer Notausgang Richtung Viehhof.

- Erneuerung von Deckenverkleidungen in allen Geschossen, einschließlich Demontage der vorhandenen Konstruktionen zur Installation Lüftung/Elektro.

- Abschließende Anstreicherarbeiten einschließlich Gerüststellung, auch für andere Gewerke.

- Herstellung einer Entrauchungsmöglichkeit im Treppenraum/Foyer/Saal/Empore.

- Schaffung von eigenständigen Technikräumen für Sicherheitsbeleuchtung, Brandmeldeanlage und zusätzliche redundante Stromversorgung der Entrauchung.

Die geschätzten Kosten für diese Maßnahmen betragen:

Lüftung: Priorität I (Ing.-Büro Scheithauer) 265.000,– Euro

Priorität II (Ing.-Büro Scheithauer) 335.000,– Euro

Elektro Komplettsanierung (Ing.-Büro Weis) 415.000,– Euro

Baulicher Brandschutz EG (FB 3 + Herr Schweitzer) 230.100,– Euro

„ 1. OG (FB 3 + Herr Schweitzer) 131.000,– Euro

„ 2. OG (FB 3 + Herr Schweitzer) 149.300,– Euro

„ DG (FB 3 + Herr Schweitzer) 93.300,– Euro

1.618.700,– Euro

+ 20 % Ingenieurleistung (einschl. Umbauzuschlag) 323.740,– Euro

1.942.440,– Euro

+ 10 % für Unvorhergesehenes 194.244,– Euro

Gesamtsumme netto: 2.136.684,– Euro

Sanierung/Modernisierung (Sanitär etc.) 100.000,– Euro

2.236.684,– Euro

Die zu zahlende MWST. in Höhe von 424.969,– Euro wird komplett erstattet.

Neben der Erstellung der Gutachten und Konzepte sowie Kostenermittlungen standen in den vergangenen Monaten auch Gespräche mit dem Eigentümer des Schlosshotel- und Stadthallenkomplexes an, letztmals am 13. April 2012.

Ergebnis dieser Gespräche ist, dass der Eigentümer auf der Grundlage des Mietvertrages vom 3. Dezember 1986 die Stadthalle weiter langfristig an die Stadt Weilburg an der Lahn vermieten will und wird. Die Miete beläuft sich monatlich auf 500,– €. Für die Eigentümer kommt nach wie vor ein Verkauf der Stadthalle allein nicht in Betracht.

Aktuell besteht für die Stadthalle ein faktisches Mietvertragsverhältnis, und zwar bis zum 30. Juni 2012.

Auch künftig sollen jährlich rund 30 Veranstaltungen in der Stadthalle stattfinden: Theateraufführungen (10), Gardeball/Herbstball (2), Rosenmontag (1), Ostermarkt (1), Schlosskonzerte (1), Schulen (5), Seniorennachmittag (1) und größere Veranstaltungen (5 – 10).

An Alternativen bestehen in der Stadt Weilburg an der Lahn der Komödienbau (200 Personen), die Bürgerhäuser Waldhausen (355 Personen) und Kubach (360 Personen), sowie eventuell die Heinrich-von-Gagern-Sporthalle (für einzelne Großveranstaltungen) sowie eventuell auch die Aula der Technik-Akademie (zu prüfen).

Die finanzielle Entwicklung der Kommunen im Lande Hessen und so auch der Stadt Weilburg an der Lahn im Zeitraum seit 2009 setzt auch der Stadt Weilburg an der Lahn für künftige Investitionen und Betriebskosten enge Grenzen, klare Schwerpunktsetzungen sind daher erforderlich. Zu beachten ist dabei auch die Einführung des kommunalen Schutzschirms in Hessen und dessen Auswirkungen auf Haushaltsgenehmigungen.

Die „Lebensdauer“ einer Stadthalle beträgt in der Regel 35 Jahre. Geht man von gut 30 Veranstaltungen jährlich aus, so finden in diesen 35 Jahren rund 1.100 Veranstaltungen statt. Bei einem Sanierungs- und Modernisierungsaufwand von 2,2 Millionen € sowie jährlichen Betriebskosten von mindestens 100.000,– € würde so die Stadt Weilburg dann jede Veranstaltung mit bis zu 5.000,– € neu mitfinanzieren.

Die Faktenlage erschließt 3 Entscheidungsvarianten:

a) Schließung der Stadthalle auf Dauer

b) Neubau einer funktionalen Stadthalle auf dem Kirmesplatz oder einem anderen verkehrsgünstigen Standort bei einem Kostenvolumen von ca. 8 Millionen Euro (Schätzung Fachdienst Stadtplanung, Hochbau und Natur, Stadt Weilburg).

c) Anmietung der Stadthalle „Alte Reitschule“ auf Basis des Mietvertrages von 1986 mit einer Laufzeit bis 2040 und Durchführung der Brandschutz und Modernisierungsmaßnahmen durch die Stadt bei einem Kostenvolumen von rund 2,2 Millionen Euro im Zeitraum 2015 bis 2017.

Auf Grundlage der aktuellen finanziellen Situation und Perspektive für die Stadt Weilburg an der Lahn schlägt der Bürgermeister vor, künftig auf die Stadthalle „Alte Reitschule“ Weilburg zu verzichten.

Der Magistrat der Stadt Weilburg an der Lahn hat in seiner Sitzung am 7. Mai 2012 die Angelegenheit grundlegend beraten und empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung nachfolgenden Beschlussvorschlag.

Finanzierung:

Entfällt.

Beschlussvorschlag:

Der Mietvertrag mit dem Eigentümer des Stadthallenkomplexes „Alte Reitschule Weilburg“ wird nicht verlängert.

Abstimmungsergebnis:

Weilburg an der Lahn, den 7. Mai 2012

gez.

Hans-Peter Schick

Bürgermeister

Beitrag von an Donnerstag, 10. Mai 2012, 15:22:13. Gespeichert unter Foto-Galerie,Neues,Weilburg. Sie können alle Kommentare zu diesem Beitrag verfolgen RSS 2.0. Sie können einen Kommentar oder eine Verlinkung hinterlassen

26 Antworten auf Bürgermeister schlägt Stadtparlament Verzicht auf Weilburger Stadthalle vor – Eigentümer hat schon vorgegriffen!

  1. Leuchtturm

    Donnerstag, 10. Mai 2012, 16:41:58 an 16:41

    Herr Bürgermeister:
    Was ist aus Weilburg geworden?
    oder, wie Sie immer so schön zitieren:
    Weilburg, quo vadis?

  2. Silvia

    Donnerstag, 10. Mai 2012, 22:47:50 an 22:47

    Naja, die Schönen und die Reichen wohnen eben in den umliegenden Ortschaften…Und erhalten neue Gemeindehallen, sogar für die Jugend werden Räume geschaffen, welch ein (eigentlich selbstverständlicher Luxus) . Ein Schelm der böses dabei denkt! Als Innenstadtbewohnerin weise ich aus nachlassende Lebensqualität hin!! Mein anständiger und lebensfreudiger Sohn ebenso!! Peinlich ist das. Die Entscheidungsträger sollten sich schämen.

  3. Dennis

    Freitag, 11. Mai 2012, 09:34:39 an 09:34

    Und da wundert man sich warum die Innenstadt immer mehr ALG2 Bewohner bekommt, die Häuser verfallen, Parkdecks zerbröckeln, Geschäfte Leerstehen….

    Stadt die Aussenbereiche müsste endlich mal in die Innenstadt investiert werden. Was bringt ein neues DGH im Ortsteil wenn die Kernstadt stirbt? Wenn die Geschäfte schliessen? Dann will auch keiner mehr in den Ortsteilen wohnen und dann bringt das neuste und modernste DGH (Dorfgemeinschaftshaus) nichts.

    Der zerfall der Innenstadt ist überall zu sehen und das ist wieder ein weiteres Gebäude das nun Opfer der vergangenen Politik wird.

  4. Gast

    Freitag, 11. Mai 2012, 13:27:59 an 13:27

    Ich kann die Meinungen der Innenstadtbewohner verstehen. Aber:

    Die Stadthalle hatte einen unmöglichen Mietvertrag den die Stadt nicht erfüllen kann!
    Der Verpächter hat sich gefreut und die Stadt sollte die Kosten tragen. Dies konnte auf Dauer nicht funktionieren.
    Was wäre für ein Geschrei aufgekommen, wenn die Stadt für eine Halle, die ihr nicht gehört und für die sie Miete zahlen muss, über 2 Mio investiert worden wären. (Ich weiß das einen Ortsteil wo es ähnlich gelagert ist, allerdings ist die Halle dort in Vereinsbesitz und nicht im Besitz eines Unternehmers.)

    Mit einem anderen Mietvertrag hätte man sicherlich versuchen können die Stadthalle zu halten. Unter dem derzeitigen Vertrag ist das die einzig richtige Entscheidung!

  5. KS

    Freitag, 11. Mai 2012, 14:58:21 an 14:58

    “Die Stadthalle hatte einen unmöglichen Mietvertrag den die Stadt nicht erfüllen kann!”

    Lieber Gast, abgeschlossen wurde dieser “unmögliche Mietvertrag, den die Stadt nicht erfüllen kann” im Jahr 2004. Zu dem Zeitpunkt war der heutige Bürgermeister bereits Bürgermeister, die Magistratsmitglieder (die dem “unmöglichen Mietvertrag” zugestimmt haben) gehören zum Teil heute noch dem Magistrat an und die Stadtverodnetenversammlung der Stadt Weilburg an der Lahn entspricht heute auch noch zum überwiegenden Teil den damaligen gewählten Vertretern.

    Aber ich stimme Ihnen in einem Punkt zu: 2,5 Millionen Euro für die Sanierung einer Stadthalle – da gibt es wahrlich dringendere Projekte!

    Herzlichst

  6. Dennis

    Freitag, 11. Mai 2012, 16:47:45 an 16:47

    Es stört mich auch nicht dass es nun so ist, nur die langfristige verfallen lassen und Kopf in den Sand Politik ärgert einen. Es wird viel zu oft nur kurzfristig gedacht.
    Nur in großen Dingen mit denen man schön in der Presse und auf Versammlungen protzen kann stehen im Vordergrund.
    Die 1000 kleinen Dinge werden gar nicht erst angegangen.
    Sieht man sehr schön an einem anderem Beitrag wo ein frustrierter Bürger selbst das Parkplatz Schild für das Parkdeck Mauergasse aufgehängt hat, weil die Stadt keines aufstellen will.

    Die Stadthalle ist nur wieder ein weiterer Klotz den man sich damals ans bein gehängt hat. Wo wahrscheinlich einige Gelder hintenrum geflossen sind und Leute die Hand aufgehalten haben. Aber wer kann das schon Beweisen. Reine Spekulation. Man fragt sich nur immer wieder warum in Weilburg nicht früher gehandelt wird sondern erst wen es schon zu spät ist….???

  7. Silvia

    Freitag, 11. Mai 2012, 17:29:39 an 17:29

    Ich erinnere mich an die Worte des Bürgermeisters bzgl. der Stadthalle während der Bürgerversammlung. Peinlich…auch, dass die Stadthalle bis zum heutigen Tag bei Weilburg.de für Veranstaltungen angeboten wird!! Wo bleiben bitte die Alternativen?? Der Neubau einer Kinderkrippe im Bangert steht bei einer aussterbenden Stadt ohne Kinder sicher nicht an erster Stelle. Ich denke, es wird bald Zeit die Koffer zu packen!

  8. Gast

    Freitag, 11. Mai 2012, 18:10:06 an 18:10

    Genau das ist der Punkt. Sicherlich waren viele Politiker zum damaligen Zeitpunkt im Amt. Sicherlich hätte es schon früher Alternativen gegeben! Und sicherlich gibt es dringedere Dinge!

    Aber genau das ist das Problem! Und zwar egal ob in Griechenland, Deutschland oder Weilburg. Gewählte Politiker, die es besser wissen müssten, geben das Geld, was sie nicht haben, mit vollen Händen aus, ohne darüber nachzudenken wofür!!

  9. Leuchtturm

    Freitag, 11. Mai 2012, 18:30:26 an 18:30

    An eine Bürgerversammlung in der gesagt wurde, dass der nächste ABI-Ball in der Stadthalle stattfinden kann, daran kann ich mich auch noch gut erinnern.
    Als kleine Erinnerung ein Artikel vom
    Dienstag, 22. November 2011, 15:35:06 an 15:35

    Der Leuchtturm

    Was lange gährt wird endlich gut. Meinen Glückwunsch zum neuen Bürgerhaus in Hirschhausen. Hat ja nun auch lange genug gedauert. Und 1.200.000 Euro ist ja auch wirklich angemessen. Das sind pro Einwohner von Hirschhausen nur 1.724 Euro. Und die Grösse mit 585qm ist gut gewählt. Das sind pro Bürger nicht mal 0,85 qm! und das inclusive Vorraum, Garderobe, Toiletten, Küche, Theke, Flure, Bühne, Lagerraum und Heizungsraum mit Klimaanlage. Das ist nun wirklich nicht viel! Weilburg, ich meine nun die “Kernstadt” braucht ja auch ein neues Bürgerhaus. Weilburg hat rund 4800 BürgerInnen. Das macht 1.724×4.800= 8.275.200Euro. Ist ja nun schon ein bisserl mehr. Aber das müsste doch auch machbar sein. Schliesslich wird die Stadthalle in der Kernstadt gebraucht. Und hier geht es ja immerhin um die Ehre.

    Heute ist mir klar:
    Weilburg war einmal – da helfen auch keine Schönredner mehr
    Goodby Weilburg

  10. Silvia

    Freitag, 11. Mai 2012, 21:44:35 an 21:44

    Ich empfehle “such a shame” Mr. Major!

  11. Hartmut Bock

    Freitag, 11. Mai 2012, 23:18:14 an 23:18

    Das Thema ist komplex und verwirrend. Genaues Hinschauen ist erforderlich.

    Der entscheidende Fehler wurde im Jahre 2004 gemacht, als die Stadthalle vom Land Hessen an einen privaten Eigentümer veräußert wurde. Ein vorhandener Mietvertrag (aus 1986) wurde von dem neuen privaten Eigentümer übernommen. Alles sollte weiterlaufen wie bisher, so die Annahme der Stadt. Eine krasse Fehleinschätzung, wie wir heute wissen. Ein privater Betreiber will und muss (im Gegensatz zum Land) Geld verdienen, dies ist sein gutes Recht und dies wird er immer bei Vertragsverhandlungen durchsetzen.

    Die Stadt hatte die Möglichkeit zu intervenieren, hat dies aber nicht ernsthaft genutzt. Ein teurer Fehler, wie wir heute wissen.

    Spätestens mit dem Auslaufen des Mietvertrages im Jahre 2006 hatte der neue Eigentümer die Stadt in der Hand und konnte seine Bedingungen durchsetzen.

    Die gesamten Verkaufsaktivitäten liefen seinerzeit an den städtischen Gremien, insbesondere an der Stadtverordnetenversammlung vorbei und wurden allein durch das Rathaus bearbeitet. Eine Anfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Heinz-Ulrich Mengel wurde ausgesprochen „dünn“ und abweisend beantwortet, nachdem alles vorbei war. Dies gilt vermutlich auch für den Magistrat, der zu keinem Zeitpunkt einen zustimmenden Beschluss zum Verkauf der Stadthalle an einen privaten Investor gefasst hat.

    Eine detailliertere Beschreibung de Sachverhaltes ist unter http://www.spd-weilburg.de/index.php?nr=12725&menu=1 zu finden.

    Weilburg, den 12. Mai 2012
    Hartmut Bock, Stadtverordneter

  12. Harald M

    Samstag, 12. Mai 2012, 16:13:59 an 16:13

    Zitat: “Eine krasse Fehleinschätzung, wie wir heute wissen” Zitatende.

    Das darf in der Gehaltsklasse der Entscheidungsträger (sind die versichert oder gegen solche Sachen abgesichert?) nicht passieren, sonst hätte man an diesen Stellen kostengünstiger mit 400Euro-Kräften arbeiten und dadurch das Geld für den Neubau praktisch umsonst bekommen können.
    Konzeptionell über neue Wege nachzudenken sollte heute kein Tabu mehr sein.

  13. Dennis

    Sonntag, 13. Mai 2012, 11:22:21 an 11:22

    Ich lese jetzt schon des öfteren das Entscheidungen ohne Magistrat oder Stadtparlament/Versammlung usw. getroffen wurden. Ebenso das auf Anfragen kaum geantwortet wird.

    Ist unser bester BM von allen eine One Man Show?
    Kann der einfach machen was er will? Ohne Konsequenzen oder für die Fehler der Vergangenheit gerade zustehen?

  14. Silvia

    Sonntag, 13. Mai 2012, 21:33:41 an 21:33

    Tja Dennis, so ist es nunmal in der einzig verbleibendenen Monarchie hier in Deutschland. Zitat aus Wikipedia zum Thema “Jedermann” ..einem Theaterstück von Hugo von Hofmanntal: “….Jedoch die scharfen herrischen Befehle an seine Dienerschaft zeigen neben dem großzügigen und geschickten Geschäftsmann immer deutlicher den hochfahrenden, überheblichen Reichen…..” Zitatende. ..Und NEIN Harald: In diesen Gehaltsklassen benötigt man keine Ver- oder Absicherung, da hat man für ein wunderbares Monatsgehalt einfach nur zu nicken und zu knicken!!

  15. Silvia

    Sonntag, 13. Mai 2012, 21:39:16 an 21:39

    Zitat zu Jedermann Quelle Wikipedia: ….”Geschickt und überlegt geht er mit seinem Reichtum um, sein Wort hat Gewicht, er versteht seine Knechte sicher und selbstbewusst anzuleiten. Sein Lebensstil entspricht seiner sozialen Stellung. Jedoch die scharfen herrischen Befehle an seine Dienerschaft zeigen neben dem großzügigen und geschickten Geschäftsmann immer deutlicher den hochfahrenden, überheblichen Reichen…..” Zitatende. So läuft das eben in der einzig verbleibenden Monarchie Deutschlands!!

  16. Silvia

    Sonntag, 13. Mai 2012, 21:52:16 an 21:52

    —und Jedermann nickt für viel monatliches Gehalt wie ein Wackeldackel ab…Es könnten ja vielleicht Köpfe rollen ?! Für einen Platz des kulturellen und menschlichen Zusammentreffens ist kein Geld mehr da??—Armes Weilburg!! Von mir noch eine Runde Mitgefühl für alle Kommunalpolitiker (Bzgl. des Artikels aus dem heutigem Tageblatt)

  17. Harald M

    Montag, 14. Mai 2012, 04:54:48 an 04:54

    Zitat:”Für einen Platz des kulturellen und menschlichen Zusammentreffens ist kein Geld mehr da??—” Zitat-Ende.
    Ich würden die tatsächlichen Zahlen dieser Kultur-Teilnehmer, gemessen an der ganzen Stadtbevölkerung mal interessieren, gibt es darüber Zahlen?

  18. Redaktion

    Montag, 14. Mai 2012, 05:56:36 an 05:56

    Aus der Vorlage des Bürgermeisters:

    “Auch künftig sollen jährlich rund 30 Veranstaltungen in der Stadthalle stattfinden: Theateraufführungen (10), Gardeball/Herbstball (2), Rosenmontag (1), Ostermarkt (1), Schlosskonzerte (1), Schulen (5), Seniorennachmittag (1) und größere Veranstaltungen (5 – 10).”

    Damit wäre die Stadthalle erheblich besser frequentiert als zum Beispiel ein Bürgerhaus Hirschhausen, sofern dieses denn tatsächlich gebaut wird.

  19. Oliver Totzke

    Dienstag, 15. Mai 2012, 17:12:24 an 17:12

    Es ist schon recht abenteuerlich welche Zitate und Aussagen hier niedergeschrieben werden, ohne rechtes Hintergrundwissen zu haben. z. B. das “wunderbare Monatsgehalt zum abnicken” das es gar nicht gibt !! Alle Kommunalpolitiker in Weilburg arbeiten ehrenamtlich mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand. Also bitte keine pauschalen Rundum Schläge von Dingen wo Sie keine genauen Informationen haben. Es ist auch im höchsten Maße befremdend, Kommentare ohne wahre Identität abzugeben, sondern nur unter einem Pseudonym!
    Hier hat Herr Schäfer noch einiges nachzubessern, nämlich so wie in den Tageszeitungen mit Name und Anschrift!

  20. KS

    Dienstag, 15. Mai 2012, 18:17:22 an 18:17

    Lieber Herr Totzke, ich freue mich über Ihr Interesse an den Weilburger Nachrichten. Da ich keinen Einfluss auf die KommentatorInnen habe, gestatten Sie mir bitte, ausschließlich auf den Teil Ihres Kommentars einzugehen, in dem Sie mich als Herausgeber direkt ansprechen:

    “Es ist auch im höchsten Maße befremdend, Kommentare ohne wahre Identität abzugeben, sondern nur unter einem Pseudonym!
    Hier hat Herr Schäfer noch einiges nachzubessern, nämlich so wie in den Tageszeitungen mit Name und Anschrift!”

    Auch mich befremden Kommentare unter Pseudonym und ich habe häufig dazu aufgerufen, Klarschriftnamen zu verwenden. Nachbessern, lieber Herr Totzke, ist jedoch leider nicht möglich. Der Gesetzgeber hat im Telemediengesetz (§ 13, Absatz 6, Satz 1) ausdrücklich die anonyme Meinungsäußerung im Internet gewollt und damit Tatsachen geschaffen, die eine kleine Online-Redaktion in Weilburg nicht einfach negieren kann. Also werden auch weiterhin Kommentare unter einem Pseudonym bei den Weilburger Nachrichten erscheinen.

    Herzlichst, Ihr Karl-Josef Schäfer

    P.S. Tatsächlich, lieber Herr Totzke, ist keiner der Beiträge in der langen Kommentatorenliste anonym. Alle Verfasserinnen und Verfasser von Kommentaren könnten bei Vorliegen einer Straftat mit richterlichem Beschluss von den Strafverfolgungsbehörden festgestellt werden.

  21. Harald M

    Mittwoch, 16. Mai 2012, 04:55:13 an 04:55

    Herrn Totzke ist wohl über meine Bemerkungen über die Reklametafeln verärgert, die einkaufende Fußgänger behindern und in den Straßenverkehr treiben. Geschäftsleute in Weilburg sind (meistens) nicht freundlich und versuchen im Stadtparlament mitzumischen – nun auch direkt mit versteckten Drohungen gegen vermeindlich “anonyme” Kommentatoren, die sich auf ihr im GG verbrieftes Recht der freien Meinungsäusserung berufen.
    So geht es nicht. Ehrenamtlich ist in Ihrem Falle bestimmt nicht uneigennützig.
    Eine gute Reklame war das nicht!
    PS
    Anonym ist niemand, der eine Homepage betreibt.

  22. Redaktion

    Mittwoch, 16. Mai 2012, 06:23:18 an 06:23

    Uns erreicht soeben ein weiterer Kommentar:

    Der Kommentar wurde versehentlich veröffentlicht und auf Wunsch des Kommentators wieder entfernt.

  23. Redaktion

    Mittwoch, 16. Mai 2012, 06:25:57 an 06:25

    Und noch einer:

    lesen, Herr Totzke, lesen hilft wirklich beim Verstehen. Wenn sie nämlich gelesen hätten, dann hätten sie gemerkt, dass die ehrenamtlichen Stadtverordneten und die uneigennützigen Magistratsmitglieder gar nicht gemeint waren.

  24. Arno

    Mittwoch, 16. Mai 2012, 11:17:24 an 11:17

    Das hier ist ja besser als die Bild. Klatschblatt!

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