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Alle Jahre wieder: Hunde hetzen Rehkitz zu Tode

Eberhard Ochs zeigt das Rehkitz, das gestern zwei wildernden Hunden zum Opfer fiel

Eberhard Ochs zeigt das Rehkitz, das gestern zwei wildernden Hunden zum Opfer fiel

Guten Tag, Weilburg! (04.07.2012, KS) “Schon drei Fälle haben wir in diesem Jahr hier in Kubach,” berichtet Eberhard Ochs aus Kubach, bevor er das erst am gestrigen Dienstag (3. Juli) von zwei Hunden zu Tode gehetzte zwei Monate alte Rehkitz hochhält. “Das Kitz war völlig gesund,” sagt Ochs, “das ist wirklich Tierquälerei. Warum können die Hundehalter nicht zumindest in der Setzzeit ihre Hunde an die Leine nehmen?”

Gestern abend wurde Eberhard Ochs, Jäger in Kubac h und Vorsitzender der Weilburger Hegegemeinschaft mit 16 Jagdrevieren auf 7500 Hektar, vom Hof Rupertstal aus gegen 18 Uhr angerufen. Dort war man auf das Hetzbellen aufmerksam geworden. Zwei Hunde konnten erkannt werden: ein Dalmatiner und ein schwarzer Hund. Die wildernden Hunde hetzten das Kitz, im wahrsten Sinne zu Tode erschöpft fand Ochs es im Feld. Der Versuch, dem sonst gesunden Tier noch das Leben zu retten, blieb erfolglos.

“Immer wieder kommt es zu Wildereien von Hunden,” erzählt Eberhard Ochs, “und immer wieder bemühen wir uns, die Hundebesitzer zur Einsicht zu bewegen. Denn ganz ehrlich, es sind nicht die Hunde, die verantwortlich sind, es sind die Hundehalter.” Erst am 14. Juni waren alle Jagdpächter und ein Vertreter der Landwirtschaft zu einem gemeinsamen Gespräch mit unserem besten Bürgermeister von allen, Hans-Peter Schick. Die Problematik der wildernden Hunde wurde angesprochen und Bürgermeister versprach, sich gemeinsam mit dem Ordnungsamt an alle Hundehalter zu wenden.

“Aber auch die Landwirte können helfen,” sagt Ochs. Er bittet die Weilburger Bauern, die Hundehalter denen sie begegnen, auf verantwortungsbewusstes Handeln und die Aneinpflicht hinzuweisen.

Und noch einmal der Apell an alle Hundehalter, ihre Hunde an der Leine zu halten und die festen Wege nicht zu verlassen. Zur Tierliebe gehört auch die Liebe zu den Wildtieren, die in diesen Sommermonaten besonders geschützt werden müssen.

Eberhard Ochs hat übrigens Anzeige gegen Unbekannt wegen Wilderei von Hunden erstattet.

Beitrag von an Mittwoch, 4. Juli 2012, 14:06:29. Gespeichert unter Foto-Galerie,Kubach,Neues. Sie können alle Kommentare zu diesem Beitrag verfolgen RSS 2.0. Sie können einen Kommentar oder eine Verlinkung hinterlassen

15 Antworten auf Alle Jahre wieder: Hunde hetzen Rehkitz zu Tode

  1. Manuela Fries

    Mittwoch, 4. Juli 2012, 14:40:02 an 14:40

    In Hirschhausen hat sich eine “Dame” aus Braunfels ein Gartengrundstück (Einfahrt Heuweg) gemietet, diese Frau besitzt sowohl einen Dalmatiner sowie einen Labrador/Rottweilermischling in schwarz. Diese Person geht JEDEN Abend mit ihren Hunden unangeleint durchs Feld, bis nach Kubach ist es nicht weit…vielleicht sollte man sie mal dazu befragen.

  2. Redaktion

    Mittwoch, 4. Juli 2012, 14:58:16 an 14:58

    Ein Facebook-Kommentar:

    „seltsam, in hirschhausen hat sich eine “dame” aus braunfels ein gartengrundstück (einfahrt heuweg) gemietet, diese frau besitzt sowohl einen dalmatiner als auch einen schwarzen labrador/rottweilermischling, jeden abend läuft die mit den tieren durchs feld, diese auch unangeleint, bis nach kubach ists von da unten nicht weit…vielleicht sollte man sie mal dazu befragen.“

  3. Dennis

    Freitag, 6. Juli 2012, 21:14:33 an 21:14

    Tja wir brauchen wohl einen Hundeführerschein statt Hundesteuer.
    einmalig 200 EUR für das Teil und nachweis das man mit dem Hund in der Hundeschule war.
    hehe

  4. Sabine Pfeifer

    Montag, 9. Juli 2012, 10:47:01 an 10:47

    Guten Tag,
    auch als nicht Hundebesitzerin und nicht Weilburgerin ist mir das Dilemma um die Hundenei im Kubacher Feld bekannt. Egal zu welcher Tageszeit und welchem Tag, sie sind da.
    Was nicht schlimm wäre, wenn sie wie im Bericht erwähnt angeleint wären. Wir sollten nämlich hier auch nicht vergessen, das Hundekot in Wiesen fatale Folgen für Nutzvieh hat.Das verstehen viele Menschen nicht oder wollen es auch nicht?! Vielleicht fehlt es hier auch an Aufklärung wie so ein zerrissenes Kitz aussieht oder wie elendig eine Kuh verenden kann, an Übertragung von Würmern?! Die aufgestellten Schilder scheinen ihren Zweck im Vogel Sitzplätzchen gefunden zu haben. Warum stellt die Stadt Weilburg eigentlich niemanden ein, der wie der Herr vom Ordnungsamt in der Stadt einfach dort oben herum marschiert. Bei dem einen wie dem anderen handelt es sich um einen Regelverstoss; ob ich kurz in der Neugasse parke oder meinen Hund laufen lasse. Beides sollte gleichermassen bestraft werden. PS: den Dalematiner könnten Sie evtl. auch im Neubaugebiet finden.

  5. Leuchtturm

    Montag, 9. Juli 2012, 11:23:09 an 11:23

    Wenn ich meine Katze frei laufen lassen kann, dann jagt sie auch keine “schönen” Tiere – nur Mäuse und Vögel. Aber, Politik und Gott sei dank, dieses ist ja erlaubt und wird nicht mal besteuert.
    Meine Katze macht auch nur in die Blumenkästen und auf das Gemüsebeet beim Nachtbar. Das ist ja auch in Ordnung und erlaubt.

  6. Manuela Fries

    Dienstag, 10. Juli 2012, 14:30:30 an 14:30

    Die Dame aus Hirschhausen ist heute morgen schon wieder mit ihren Hunden unangeleint durchs Feld gelaufen….vielleicht guckt endlich mal jemand nach der…net alles, dass mir der eine Hund vors Auto gelaufen wäre…

  7. Björn

    Dienstag, 10. Juli 2012, 15:05:23 an 15:05

    Hallo

    Letzlich ausschlaggeben ist doch, dass die im Artikel beschriebenen “Anzeige gegen Unbekannt” auch ernsthaft verfolgt wird und die entsprechenden Hinweise aus diesem Forum bei den zuständigen Stellen landen.
    Dabei ist es gar nicht so wichtig, dass eine Bestrafung stattfindet, sondern vielmehr, dass die Einsicht bei dem Hundehalter erzeugt wird entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten, damit sich so etwas möglichst nicht wiederholt (z.B. Antijagd-Training)

  8. MB

    Mittwoch, 11. Juli 2012, 13:14:03 an 13:14

    Nun, ein wie auch immer geartetes Training um den Jagt trieb einzudämmen stelle ich einmal in Frage. Tiere besitzen einen Jagt Instinkt, diesen zu unterdrücken wird wohl auch durch ein Training schwierig. Der Einzige Weg ist an die Vernunft der Halter zu appellieren. Die Schilder welche aufgestellt worden sind, stehen dort ja auch nicht ohne Grund, lesen müssten die Hundehalter auch können, es befinden sich ja auch einige Lehrkräfte und Rechtsanwälte unter den Hundebesitzern, welche zw. Weilburg und Kubach Ihre Hunde laufen lassen. Ein gutes Beispiel kostet nichts, und andere auf die Problematik aufmerksam machen ist sicher auch nicht so schwierig.
    Generell gilt aber sowieso ein Leinenzwang in der Zeit vom 01.März bis -15.Juni in der Brutzeit.
    Jeder Hundebesitzer sollte auch im Sinne, dass dieser Leinenzwang bei weiteren Vorfällen und Beschwerden ausgeweitet werden kann, sein Verhalten und das seines Hundes anpassen.

  9. MB

    Mittwoch, 11. Juli 2012, 13:43:25 an 13:43

    Kommentar durch die Redaktion gelöscht

  10. Hartmut Bock

    Sonntag, 15. Juli 2012, 18:49:27 an 18:49

    Verantwortungsvolle Hundehaltung.

    Bereits am 26.4.2012 hat das Weilburger Stadtparlament auf Initiative des Stadtverordnen Jürgen Klemm aus Kirschhofen das Thema aufgegriffen und den Magistrat beauftragt geeignete Maßnahmen zu ergreifen, die eine “verantwortungsvolle Hundehaltung” in Weilburg unterstützen. Die Aufgabe liegt jetzt dem Magistrat auf dem Tisch. Informationen dazu finden Sie hier: http://www.spd-weilburg.de/index.php?nr=18485&menu=1

    Leider ist das Problem nicht einfach zu lösen. Bei uns gibt es einen Hundetourismus aus Nachbargemeinden, bei denen es eine Anleinpflicht gibt. Hier dagegen können Hunde “frei” laufen. Auch deswegen entstehen Situationen, wie im obigen Artikel beschrieben. Die Stadt Weilburg muss hier möglichst schnell gute Lösungen anbieten.

    Weilburg, 15.7.2012
    Hartmut Bock, Stadtverordneter

  11. Leuchtturm

    Montag, 16. Juli 2012, 16:30:56 an 16:30

    Sehr geehrter Herr Bock,
    sehr gerne hätte ich auf der Seite der SPD Anregungen oder Denkanstösse zu diesem Thema hinterlassen.
    Da ich keine Möglichkeit gefunden habe, deshalb hier:
    Bitte machen Sie in der SPD nicht den gleichen Fehler wie viele andere auch. Warum kommen so viele Hundebesitzer her? Weil es hier noch keine Leinenpflicht gibt (in der Gefahrenabwehrverordnung auch nicht?). Aber wenn diese eingeführt wird, wo soll man dann seinen Hund noch straffrei, und ohne gegen Gesetze zu verstossen,frei laufen lassen? Sehen Sie das bitte mal aus Sicht der Hundeführer. Weilburg sollte dann ein Gebiet für Hundebesitzer zum Toben und Führen für Hunde anlegen. Am besten noch mit einem Zugang zu einem See oder fliessendes Gewässer. Aber ich nehme an, dass dieses nicht so werbewirksam ist wie ein Leinenzwang im gesamten Gebiet Weilburg durch zu setzen. Also wird es so kommen: Hundebesitzer müssen entweder wieder Hundetourismus veranstalten oder die Hunde widerrechtlich ohne Leine in Wald und Flur ausführen.
    Also bitte: Die Magistratsvorlage zu Ende denken
    Danke

  12. M K

    Montag, 16. Juli 2012, 18:32:10 an 18:32

    Hallo,

    Das sind wirklich gute Denkanstöße von Leuchtturm.
    Mir fällt da auch noch etwas ein: Die Schilder im Feld sind zwar schön und gut aber es würde noch leichter fallen, wenn irgendwo dort auch geeignete Hundetoiletten stehen würden in die man den aufgesammelten Kot entsorgen könnte. Ich sammel den Kot von meinem Hund zwar immer auf, aber weit und breit kein Mülleimer, sodass ich mit einer Tüte Hundekot durch das halbe Dorf laufen muss, bis man irgendwo mal einen Mülleimer findet.

  13. Hartmut Bock

    Montag, 16. Juli 2012, 20:38:09 an 20:38

    Hallo zusammen,

    ich bin für jede konstruktive Rückmeldung dankbar und werde sie auch weiter geben. Ich selbst bin auch kein Experte und akzeptiere daher den Rat der Fachleute.

    Ich bitte auch das Theme “Anleinen” nicht falsch zu verstehen. Auch ich bin kein Freund einer Anleinpflicht. Allerdings verstehe ich unter der Bezeichnung “verantwortungsvolle Hundehaltung” ein differenziertes Vorgehen: Anleinen dort, wo es die Situation erfordert – und frei laufen überall wo dies möglich ist. Dabei ist immer die Hundeleine mitzuführen, um auf alle Situationen vorbereitet zu sein.

    Das mit den fehlenden Hundetoiletten in Weilburg ist auch für mich ein Ärgernis. Ich denke für eine Stadt mit touristischer Ausstrahlung ist das nicht gut. Hier wird sich (hoffentlich) etwas ändern.

    Noch eine Anmerkung zur Kommentierungs-Funktion auf spd-weilburg.de. Diese Funktion wurde nicht frei gegeben, weil wir die damit verbundene Pflege derzeit nich leisten können. Nutzen wir doch die Möglichkeit der Weilburger Nachrichten. Sie sind eine Bereicherung des Informationsangebotes im Weilburger Land.

    16.7.2012; Hartmut Bock

  14. Dennis

    Montag, 16. Juli 2012, 21:14:28 an 21:14

    Ich finde das es innerhalb der Dörfer und besonders innerhalb der Altstadt scheinbar doch einige Hundehalter gibt die ihren Hund mitten auf die Straße machen lassen. Und es NICHT wegmachen. Sowas sollte viel härter bestraft werden. min. 50 EUR Strafe.
    Aber es sollten auch z.B. am Pankgrafenplatz oder Marktplatz auch diese tollen Aufsteller geben wo man sich die Kot-Tüten gegen paar Cent kaufen kann. Gerade in Parks sollte sowas dazugehören.
    Im freien sollte man seinen Hund schon frei laufen lassen dürfen. Erwarte aber dann das der Halter auch die Kontrolle über den Hund hat und dieser auch hört. Was halt oft leider gar nicht der Fall ist.
    Aber wie so oft in Weilburg: Es gibt viel sinnvolles zu tun, lassen wir es erst mal liegen…

  15. Dennis

    Sonntag, 22. Juli 2012, 12:02:52 an 12:02

    Das wäre doch mal was. Sollte man allen Hunden beibringen
    https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash4/391634_394603780601556_327231588_n.jpg

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