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Limburger Bischof Tebartz-van Elst verliert vollends Bezug zur Basis

 

Bischof Tebartz-van Elst, Foto: WIKIMEDIA,  	Moguntiner, lizensiert unter cc-Namensnennung 3.0, Lizenztext im Impresssum

Bischof Tebartz-van Elst, Foto: WIKIMEDIA, Moguntiner, lizensiert unter cc-Namensnennung 3.0, Lizenztext im Impresssum

Guten Tag, Weilburg! (20.08.2012, KS) In dem Spiegel-Artikel „First Class in die Slums“ wird dem Limburger Bischof Tebartz-van Elst erneut Verschwendung vorgeworfen. So wird nicht nur das überdimensionierte Diözesane Zentrum St. Nikolaus mit Baukosten von mindestens 5,5 Millionen Euro kritisiert, sondern auch ein viertägiger sogenannter Pastoralbesuch zum Preis von 4.139,88 Euro pro Person, bei dem private Bonusmeilen des Limburger Generalvikars und ein geringer Betrag vom Privatkonto des Generalvikars zum Upgrade in die 1. Klasse genutzt wurden.

„Es ist unverständlich, wie unsensibel Bischof Tebartz-van Elst mit den Gedanken und Gefühlen der Katholiken in seinem Bistum umgeht,“ sagt Karl-Josef Schäfer, Pressesprecher von Wir sind Kirche im Bistum Limburg. „Jeder gönnt dem Bischof eine 120 Quadratmeter große Wohnung. Aber muss es auch noch eine Privatkapelle in Sichtweite des Domes sein? Muss noch ein Garten hinter hohen Mauern angelegt werden?“ Bei den Katholiken im Bistum Limburg überwiegt das Unverständnis, dass der bischöfliche Stuhl nicht einmal in der Lage ist, die zusätzlichen Kosten für den mindestens 5,5 Millionen Euro teuren Bau bekanntzugeben.

Durch die erneuten Verschwendungsvorwürfe werden die katholische Kirche und das bischöfliche Amt wieder schwer beschädigt. Es ist nicht einsehbar, warum ein Bischof mit seinem engsten Mitarbeiter, dem Generalvikar, nach Indien in der ersten Klasse fliegen muss. Dabei spielt es keine Rolle, wer schlussendlich für den Upgrade gezahlt hat. Wasser zu predigen und Champagner zu trinken – das lässt Vergleiche mit den US-amerikanischen TV-Predigern aufkommen.

Karl-Josef Schäfer ergänzt: „Die Flugkosten nach Indien haben sich auf über 8.000 Euro belaufen. Von diesem Betrag müssen 20 Hartz4-Empfänger einen Monat leben. Wo bleiben die Relationen? Die Pfarrgemeinden wissen nicht, wie sie das Heizöl für den kommenden Winder bezahlen sollen und Bischof baut eine Privatkapelle und fliegt nach Indien. Das kann es nicht sein!“

Unter anderem fordert die KirchenVolksbewegung Wir sind Kirche mehr Transparenz in der katholischen Kirche. Auch in finanzieller Hinsicht. Und nicht zuletzt auch für den bischöflichen Stuhl. Rechtsfreie Räume darf es nicht geben. „Das Kirchenvolk hat ein Recht auf Transparenz,“ fordert Pfarrer im Ruhestand Hubertus Janssen, Mitglied im Sprecherteam von Wir sind Kirche im Bistum Limburg. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche im Bistum Limburg

Wir sind Kirche im Bistum Limburg vertritt die Reformbestrebungen von Wir sind Kirche auf Bistumsebene. Die Bischöfe werden aufgefordert, zum Geist des 2. Vatikanischen Konzils zurückzukehren und dringend notwendige Reformprozesse voranzubringen. Um die katholische Kirche im Dialogprozess zu unterstützen, damit sie ihre Aufgaben in der weltweiten Ökumene wahrnehmen kann, strebt die KirchenVolksBewegung folgende Veränderungen an:

1.Aufbau einer geschwisterlichen Kirche

2.Volle Gleichberechtigung der Frauen

3.Freie Wahl zwischen zölibatärer und nicht-zölibatärer Lebensform

4.Positive Bewertung der Sexualität als wichtiger Teil des von Gott geschaffenen und bejahten Menschen

5.Frohbotschaft statt Drohbotschaft

Wir sind Kirche im Bistum Limburg trifft sich zweimal jährlich zu einer Tagung. Vertreten wird die Reformbewegung durch ein vierköpfiges Sprecherteam.

Beitrag von an Montag, 20. August 2012, 15:21:07. Gespeichert unter Foto-Galerie,Limburg,Neues. Sie können alle Kommentare zu diesem Beitrag verfolgen RSS 2.0. Sie können einen Kommentar oder eine Verlinkung hinterlassen

6 Antworten auf Limburger Bischof Tebartz-van Elst verliert vollends Bezug zur Basis

  1. Dennis

    Montag, 20. August 2012, 22:55:55 an 22:55

    Für manche sollte man die heillige inquisition wieer einführen…. xD

  2. Andreas Stahl

    Dienstag, 21. August 2012, 14:02:45 an 14:02

    So langsam sollte man sich gedanken machen ob eine Kirchensteuer noch zeitgemäß ist. Oder anders gesagt: Wenn in Limburg genügend Leute aus der Kirche austreten, darf Tebranz im Vatikan antreten… Vielleicht bringt ihm das den Bezug zur Basis und zur Realität zurück.

    @Dennis: Ich befasse mich Hobbytechnisch mit Geschichte. Es waren kurioserweise nur Frauen von der Inquisition betroffen, niemals größenwahnsinnige Kirchenfürsten… also Wozu??? Willst du jemanden brennen sehen?

  3. Dennis

    Dienstag, 21. August 2012, 16:06:51 an 16:06

    Bei der http://de.wikipedia.org/wiki/Inquisition ist jeder Opfer geworden. Das was anderes wie die Hexenverfolgung. Und es ging mir nicht darum jemanden brennen zu sehen.

  4. UNHEILIG

    Dienstag, 21. August 2012, 16:14:13 an 16:14

    Brennen sehen möchte wohl niemand jemand anderen – einen grausameren Tod kann man sich nicht vorstellen.

    Und auch die Begriffe sollten trennschärfer genutzt werden:

    Die heilige Iquisition richtete sich seit dem Spätmittelalter gegen Ketzer und Häretiker, es waren erheblich mehr Männer als Frauen darunter. Zwar keine Kirchenfürsten, aber durchaus Bussprediger wie Savonarola (oder der Naturphilosoph Giordano Bruno).

    Inquisitionsverfahren endeten nur selten mit Hinrichtungen. Von Bernard Guy (bekanntgeworden als Inquisitor in Der Name der Rose) sind 930 Urteile überliefert, “nur” 42 Ketzer wurden hingerichtet.

    Die hauptsächlich durch die weltlichen Herrscher veranlasste und mitgetragene sogenannte “Hexenverfolgung” hatte recht wenig mit der Inquisition zu tun. Nichts desto Trotz handelt es sich um eines der dunkelsten Kapitel der Kirchengeschichte und dauerte bis in die Neuzeit an.

  5. Redaktion

    Freitag, 24. August 2012, 18:03:16 an 18:03

    Dieser Kommentar war falsch gelandet, die Redaktion hat ihn verschoben. Autor ist Hans Loker:

    Der Schaden für die Kirche ist enorm, auch meine Geduld und Bereitschaft zu entschuldigen sind aufgebraucht. Schließlich werden solche Leute in solche Ämter gehoben, obwohl sie nur klug und ehrgeizig sind, charakterlich jedoch nicht geeignet erscheinen.
    Wir brauchen Vorbilder, gerade in der Kirche der heutigen Tage. Offensichtlich bevorzugt man macht- und karrieresüchtige Typen, denen Glaubwürdigkeit, Bescheidenheit und Demut nicht so wichtig sind.

  6. H.daniel

    Mittwoch, 20. März 2013, 19:28:47 an 19:28

    Das Auftreten desLimburger Bischofs , seine Arroganz und seine snobbistische
    Verschwendungssucht

    Lassen nur eine Schlussfolgerung zu: A u s t r e t e n !!!!!!!

    Aus diesem verlogenen Verein Kirche

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